Raps – Abrechnungskonditionen bieten noch Spielraum

Die Nachfrage nach Raps wird weiter steigen, und wer bei den Abrechnungen genau aufpasst, kann am Preis noch etwas drehen.
Bei der Ernte zählen Menge, Ölgehalt, Feuchtigkeit und Besatz.
Bei der Ernte zählen Menge, Ölgehalt, Feuchtigkeit und Besatz.
Die Rapspreise sind derzeit recht erfreulich – so zeigen Arbeitskreis Auswertungen in Oberösterreich, dass Winterraps (ca. 80 % Teilnahme an einem Markenprogramm mit besseren Preisen) unter der aktuellen Marktsituation einen um ca. 90 €/ha höheren Deckungsbeitrag als Winterweizen bzw. Wintergerste erzielt. Vergleicht man die besten 25 % Winterraps-Betriebe mit den besten 25 % Winterweizen-Betrieben, dann erzielt Winterraps sogar um ca. 170 €/ha höhere Deckungsbeiträge. Alles in allem eine recht positive Situation, aber man sollte sich trotzdem mit den Abrechnungskonditionen etwas beschäftigen.

Winterraps bringt gute Deckungsbeiträge. Die Abrechnungskonditionen (Vorkosten, Ölmühlenkonditionen usw.) beinhalten einige Nachteile gegenüber Deutschland, welche nicht unbedingt gerechtfertigt sind und auch ein Grund für die gesunkene Fläche sein könnten. Bei Teilnahme an Markenprogrammen werden Zuschläge bezahlt und es sieht hier die Situation besser aus. Berücksichtigen Sie allerdings, dass ein Teil der Zuschläge als Ausgleich für Nachteile aus den Abrechnungskonditionen benötigt wird.

Linktipps:
Bayerischer Bauernverband: http://www.maerkteundpreise.de/
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen: http://www.agrarberatung-hessen.de/markt/pflanze1/0104.html

Autor: DI Martin BÄCK, LK OÖ, Linz


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Aktualisiert am: 07.06.2006 18:35
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