RWA: Neue Logistik in Aschach/Donau

Am Standort Aschach/Donau (OÖ) werden jährlich über 430.000 Tonnen agrarische Rohstoffe verarbeitet und umgeschlagen. Die Lagerhaus-Gruppe hat an diesem Standort kräftig investiert. Am 5. Juli wurden eine neue Schiffsverladestelle sowie die Erweiterung der Siloanlage offiziell in Betrieb genommen. Investitionssumme: Etwa 5,5 Mio. Euro.
Am 5. Juli wurden eine neue Schiffsverladestelle sowie die Erweiterung der Siloanlage offiziell in Betrieb genommen.
Am 5. Juli wurden eine neue Schiffsverladestelle sowie die Erweiterung der Siloanlage offiziell in Betrieb genommen.
Der Standort Aschach ist ein Zentrum für die leistungsfähige Produktion auf Basis der heimischen Landwirtschaft. So sind an diesem Standort ein Agrana Stärke-Werk (verarbeitet 300.000 Tonnen Mais pro Jahr), das Mischfutterwerk der Garant-Tiernahrung oder eine Ölmühle angesiedelt. Darüber hinaus betreibt die Lagerhaus-Gruppe eine Großtrockungsanlage für Mais. Eine leistungsfähige Anbindung an den Verkehrsweg Donau ist daher ebenso notwendig wie entsprechende Lagerkapazitäten.

Raum für 90.000 Tonnen Getreide
Durch den Umschlag größerer Mengen wurde auch eine Erweiterung der Siloanlage notwendig: Diese neue Anlage hat eine Kapazität von 34.000 Tonnen Mais. Zusammen mit den bestehenden Silos können nun rund 90.000 Tonnen Getreide gelagert werden. Schon 2002 hat die Raiffeisen Waren Austria in Aschach eine Großtrocknungsanlage für Mais in Betrieb genommen: Dort wurden im Vorjahr knapp 40.000 Tonnen Nassmais getrocknet (etwa 30.000 Tonnen Trockenmais). Das sind etwa 5 % der gesamten österreichschen Maismarktleistung. Durch die technische Konzeption und die Größenordnung der Anlage können etwa 5 Euro pro Tonne an Kosten (Energie, Personal) gegenüber kleineren Anlagen eingespart werden. Mit dieser Investition hat die RWA die Voraussetzung geschaffen, dass die Getreideübernahme effektiver, rascher und kostengünstiger erfolgen kann. Durch diese optimale Infrastruktur und die modernen Vermarktungsinstrumente kann die RWA den Landwirten einen guten Verkaufspreis für ihre Produkte bieten.

Entlastung für die Umwelt
Durch den Ausbau und die Modernisierung des Agrarstandortes Aschach kann die Lagerhaus-Gruppe in wirtschaftlich günstigen Größenordnungen arbeiten. Gleichzeitig wird auch die Umwelt entlastet: So etwa durch die Stärkung des Wasserweges, denn ein Schiff mit einer Kapazität von 1.000 Tonnen bedeutet etwa 40 Lkw-Züge weniger auf der Straße. Berechnungen haben ergeben, dass durch den Wegfall von Zwischenlagern sowie die effiziente Trocknung in der Anlage etwa 100.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.


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Aktualisiert am: 06.09.2006 09:02
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