REGENT Terrastar 560: Ein Star macht das Bett

Bei der Frühjahresbestellung setzte das „Landwirt“-Testteam die neue Terrastar von Regent für die Saatbettbereitung ein. Ob diese Saatbettkombination wirklich ein Star ist, beantwortet dieser Praxistest.
Die drei aufeinander abgestimmten Arbeitsschritte (Einebnen, Lockern, Krümeln) sorgen für Feinerde im Saathorizont und ausreichend grobe Struktur an der Oberfläche gegen Verschlemmung.
Die drei aufeinander abgestimmten Arbeitsschritte (Einebnen, Lockern, Krümeln) sorgen für Feinerde im Saathorizont und ausreichend grobe Struktur an der Oberfläche gegen Verschlemmung.
Das österreichische Privatunternehmen Regent trägt in seinem Firmennamen noch immer die Bezeichnung Pflugfabrik. Im Laufe der Zeit hat sich die Regent Pflugfabrik zu einem Full-Liner in der Bodenbearbeitung entwickelt. Unser Testkandidat, die Saatbettkombination Terrastar 560, wird seit knapp zwei Jahren von Regent angeboten.

Neue Rahmenkonstruktion
Regent verwendet einen sehr kurzen, robusten Anbauturm der mit dem Hauptrahmen verschraubt ist. Die Terrastar ist serienmäßig mit zwei Unterlenkerfangtaschen für den Anbau an Kategorie II und III ausgestattet. Gut gefallen haben den Testfahrern die gegen Verdrehung gesicherten Unterlenkerbolzen. Damit lässt sich die Gefahr des Ausschlagens reduzieren. Regent bietet die Terrastar derzeit von vier bis acht Meter Arbeitsbreite an. Unser Testkandidat Terrastar 560 hatte eine Arbeitsbreite von 5,60m. Beim Vorgängermodell waren die einzelnen Eggenfelder mit Ketten in einem Hauptrahmen eingehängt. Die Terrastar 560 besteht aus vier einzelnen Eggenfeldern mit jeweils einem eigenen Rahmen. Diese sind wiederum mit einem Rohr am vorderen Hauptrahmen verbunden. Dieses Tragrohr ist aus Federstahl und kann bei höheren Belastungen Schwingungen auffangen.
Neu ist auch die Aufhängung der Nachlaufwalzen. Sie sind direkt mit dem jeweiligen Eggenfeld quasi als Rahmenverlängerung verbunden. Die Zinkenfelder werden über ein Parallelogramm in der Tiefe geführt.

Fazit
Die von uns getestete Terrastar 560 hatte vier Zinkenreihen mit einem Strichabstand von 90 mm. Das hat Vorteile bei Ernterückständen oder stark verunkrauteten Flächen, aber erfordert auch auf gut fließenden Böden im Regelfall zwei Überfahrten um ein ebenes rückverfestigtes Saatbett zu erzielen. Bei sehr flacher Bearbeitung wird die Einebnung durch die Zinken zunehmend schlechter. Wer stets einen „sauberen Tisch“ hat, sollte die Terrastar mit fünf Zinkenreihen – Strichabstand 56 mm – wählen.
Mit den parallelogrammgeführten Eggenfeldern ist eine gleichmäßige Arbeitstiefe erzielbar. Großen Zuspruch fand die in der Höhe und im Winkel verstellbare Planierschiene vor den Zinkenfeldern. Die Rückverfestigung der doppelten Flachstabwalze war ausreichend.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 18.07.2008 10:26
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