Qualitätswein und Qualitätsrind

Weinbau und die Haltung von schottischen Hochlandrindern ergänzen sich gut, so die Meinung von Direktvermarkter Peter Masser aus der Südsteiermark. Die genügsamen Rinder pflegen sein Grünland und Bereichern seine Angebotspalette.

Die Tiere erhalten kein Kraftfutter, die Futtergrundlage sind die Weide und im Winter Grassilage und Heu.
Die Tiere erhalten kein Kraftfutter, die Futtergrundlage sind die Weide und im Winter Grassilage und Heu.
Hochlandrinder waren schon in Österreich bekannt, als sich Peter Masser 1989 entschloss, die ersten Tiere in seinen Betrieb einzugliedern. Am Anfang waren die Tiere sehr teuer, so dass es nur unter züchterischen Gesichtpunkten interessant war, in diese Rasse zu investieren. „Ich wollte aber nie züchten, meine Stärken liegen im Verkauf“, sagt der agile Betriebsleiter.
Den Ausschlag für die Entscheidung gab die Tatsache, dass die vorhandenen Gebäude mit wenig Aufwand für die Hochlandrinder angepasst werden konnten. In den alten Stall kamen nun die Brennerei und ein Lager für den Wein, die Etage darüber, bisher Futterlager, wurde zum Abstellraum für die Maschinen des Betriebes.
Die Hochlandrinder bekamen einen eigenen billigen Unterstand für Sommer und Winter, dazu überdachte Peter Masser das bisherige Dunglager und das Fahrsilo. Noch ein paar weitere Umbauarbeiten – und fertig war der Betrieb für die Aufnahme der Hochlandrinder. Das war noch 1989. Die erste „Herde“ war noch klein und bestand aus einer Mutterkuh, einer Kalbin und zwei Jungstieren.
Durch die ganzjährige und naturnahe Weidehaltung wachsen die Tiere sehr langsam, haben aber wohlschmeckendes und diätetisch wertvolles Fleisch: Es schmeckt leicht nach Wild und hat dabei wenig Fett und Cholesterin.

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Aktualisiert am: 10.08.2004 13:47
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