Qualitätssicherung von Schweinefleisch beginnt bei der Auswahl der Genetik

Bei Schweinefleisch werden bisher nur in Qualitätsfleischprogrammen Vorgaben zur Genetik der Tiere gemacht. Um die Fleischqualität zu optimieren genügt es jedoch nicht, die Transport- und Schlachtbedingungen zu optimieren.
Ganz entscheidenden Einfluss auf die Produktqualität hat die Genetik der eingesetzten Tiere. Um die hohen Verbraucheransprüche mit baden-württembergischen Zuchtprodukten weiter erfüllen zu können, ist eine laufende Qualitätsprüfung der Mastendprodukte und hierauf aufbauend eine ständige züchterische Weiterentwicklung erforderlich. Zur Verbesserung des Qualitätsniveaus des süddeutschen Schweinefleisches wurden daher in einem Modellprojekt Mastendprodukte von fünf Hybridsauenlinien auf Basis von BW-Genetik verglichen.


Hohe Fleischqualität durch gezielte Auswahl von Zuchttieren

Durch den Versuch konnte gezeigt werden, dass sich eine unterschiedliche Genetik bei den Mutterrassen, auch bei gleicher Eberlinie, auf die Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität auswirkt. Hier muss in enger Abstimmung in der gesamten Produktionskette die optimale Genetik gewählt werden. Durch eine enge Abstimmung können hier Qualitätsbeeinträchtigungen der Schlachtprodukte durch falsche Wahl der Zuchttiere vermieden werden. Zukünftig wird die Produkt- und Prozessqualität noch stärker zwischen den Beteiligten abzustimmen sein, um nicht einseitig Fruchtbarkeit oder Mastleistung auf Kosten der Fleischqualität zu verändern.

Den Zwischenbericht über die Qualitätssicherung von Anna Fecke und Hansjörg Schrade, LSZ Boxberg, können Sie unter folgendem Link nachlesen: Qualitätssicherung bei Schweinefleisch beginnt bei der Auswahl der Genetik


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Aktualisiert am: 18.02.2010 11:07
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