Pubertät – eine Zeit zum Fürchten

Kinder in ihrer Pubertät zu erziehen gleicht dem Steuer eines Schiffes auf stürmischer See. Man benötigt pädagogische Fähigkeiten, eine gerüttelt Maß an Geduld und eine gehörige Portion Humor.
Dabei zu sein, dazu zu gehören und von der Gruppe akzeptiert zu werden, ist pubertierenden Jugendlichen besonders wichtig.
Dabei zu sein, dazu zu gehören und von der Gruppe akzeptiert zu werden, ist pubertierenden Jugendlichen besonders wichtig.
Obwohl es oft unmöglich erscheint, brauchen Pubertierende nichts mehr als Verständnis. Man kann mit ihnen nicht mehr wie mit 10-jährigen reden – aber auch noch nicht wie mit 18-jährigen. Diskussionen nehmen oft unvorhergesehene Wendungen, aber wenn wir wirklich versuchen, die Jugendlichen zu verstehen, helfen wir ihnen auch, sich selbst besser zu verstehen.

Ständig kommt es zu Streitereien, aus manchmal unbedeutenden, aber oft auch sehr wichtigen Gründen. Wichtig ist, diese Streitigkeiten nicht zu suchen, was manchmal auch heißt, gewisse Dinge einfach zu überhören oder zu übersehen. Das heißt aber andererseits nicht, in Regeln nachzugeben, die sonst unumstößlich sind.

Soweit es möglich ist, sollen wir jede Gelegenheit nutzen, um mit den Jugendlichen zu sprechen, sei es bei Tisch, vor dem Fernseher, bei Spaziergängen usw. Wir müssen über alle Dinge des Lebens mit ihnen sprechen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ihre eigene Meinung dazu zu bilden.

In diesen Jahren der Pubertät steht für den Erziehenden Geduld an erster Stelle. Wir müssen den Jugendlichen Zeit geben, unsere Ratschläge zu überdenken. Aber wenn wir in der Erziehung nicht locker lassen, werden wir eines Tages den Erfolg erkennen.

Den größten Einfluss haben in dieser Zeit die Freunde unserer Kinder. Wir müssen daher über die Freundschaften Bescheid wissen, ohne uns jedoch je über irgendwelche Auffälligkeiten dieser Freunde aufzuregen. Das würde die Kinder noch mehr in die Abhängigkeit dieser Freunde treiben.

Der Einfluss bestimmter Personen außerhalb der Familie auf Pubertierende ist extrem wichtig. Wenn ein guter erwachsener Freund, ein Verwandter oder ein guter Lehrer den Jugendlichen gute Ratschläge erteilt, ist dies eine große Hilfe gegen die Gefahren, die diese Entwicklungsphase umgeben.

Textabdruck mit freundlicher Genehmigung aus Familie und Erziehung


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Aktualisiert am: 11.01.2005 15:44
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