Prognosen für Steinobsternte 2010 nach unten revidiert

Die lange Regenperiode im vielfach zu kühlen Mai und Juni hat an den heimischen Obstkulturen das Auftreten von Blattläusen sowie die Ausbildung von Schorf, Mehltau und anderen Pilzkrankheiten verstärkt. Daher hat die Statistik Austria die Prognosen für die Steinobsternte, insbesondere bei den Extensivkulturen, gegenüber dem Vormonat nach unten revidiert.
Bei Sommeräpfeln wird eine um 4 % geringere Ernte als im Vorjahr erwartet.
Bei Sommeräpfeln wird eine um 4 % geringere Ernte als im Vorjahr erwartet.
In Erwerbsobstanlagen gehen die aktuellen Schätzungen bei Marillen von einer Erntemenge um 4.400 t aus, was einem Minus von 27% gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Im Vergleich zum langjährigen Mittel wäre dies jedoch nur eine geringfügige Unterschreitung des Hektarertrages um 3%. Bei Pfirsichen wird weiterhin mit einem hohen Ertragsniveau bei einer Produktion von 2.400 t (+10% zu 2009) gerechnet, ebenso zeichnet sich bei Zwetschken ein ertragsstarkes Jahr mit einem Plus von 14% auf rund 4.000 t ab.

Etwas zurückhaltender fallen die ersten Schätzungen für Sommerkernobst aus. Bei Sommeräpfeln könnte die Erntemenge 2.500 t betragen, was um 4% weniger wäre als 2009, während die Produktion bei Sommerbirnen mit 3.500 t das Vorjahresniveau halten dürfte (-1%). Bei Kulturheidelbeeren wird sich die Ernte mit 1.000 t voraussichtlich ebenfalls im Vorjahresbereich bewegen.

Extensivobstbau: Deutliche Einbußen bei Steinobst
In Extensivobstanlagen (Landwirtschaftlicher Streuobstbau) liegen die Schätzungen für Steinobst klar unter dem Vorjahresergebnis. Demnach könnten die Erträge bei Marillen um 47%, bei Pfirsichen um 31% und bei Zwetschken um 23% geringer ausfallen als 2009.
Auch bei Sommerkernobst aus Extensivanlagen dürfte es deutliche Ertragseinbußen geben: bei Sommeräpfeln wird mit einem Minus von 23%, bei Sommerbirnen sogar mit -38% gerechnet. (AIZ)


Aktualisiert am: 07.07.2010 13:36
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