Professioneller Winterrapsanbau: Ohne Fleiß kein Preis

Raps ist anspruchsvoller als Getreide. Es gibt aber genug Möglichkeiten, um auch unter schwierigen Bedingungen Höchsterträge zu erzielen.

Raps braucht ein feinkrümeliges Saatbett.
Raps braucht ein feinkrümeliges Saatbett.
Die Bodenbearbeitung zu Raps ist eine der Schlüsselmaßnahmen für eine gute Vorwinterentwicklung und damit gute Ertragsfähigkeit. Ziel ist es, eine möglichst kräftige Pflanze mit einem bestmöglichen Wurzelsystem zu etablieren. Raps kann bis zu 160 cm tief wurzeln (Löss bei Wien). Wir brauchen diese ideale Wurzel dringender denn je, weil die Trockenphasen zunehmen und fehlendes Regenwasser durch „erwurzelbares“ Grundwasser ersetzt werden muss. Insgesamt stellt sich in den letzten Jahren die Frage, ob nicht das Wasser der begrenzende Faktor für die steigenden Felderträge wird. Daher bekommt die Wurzelausbildung ein ganz starkes Gewicht. Unter dem Gesichtspunkt Verminderung der Bodenerosion, Kosten- und Zeitersparnis, sowie Einsparung von Verdunstungswasser werden auch bei Raps Mulchsaaten stärker diskutiert. Nach repräsentativen Erhebungen werden bereits ca. 40 % der Rapsaussaaten ohne Pflugbearbeitung durchgeführt. Ein gutes Strohmanagement und eine gute Rückverfestigung des Saatbettes sind hierbei die wichtigsten Herausforderungen.

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Aktualisiert am: 26.07.2004 12:30
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