Prof. Schneider: Regionale Lebensmittel sind Chance für Umwelt, Klima und Arbeitsmarkt

Vizerektor Univ. Prof. DDr. Friedrich Schneider, Uni Linz: In der Steiermark sind 3.700 neue Arbeitsplätze möglich, wenn jeder zweite Verbraucher zu mehr heimischen Lebensmitteln greift. Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski verlangt daher mehr Konsumpatriotismus.
Studienautor Univ. Prof. Friedrich Schneider mit Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski und Markus Simak von der österreichischen Hagelversicherung, die die Studie in Auftrag gegeben hat.
Studienautor Univ. Prof. Friedrich Schneider mit Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski und Markus Simak von der österreichischen Hagelversicherung, die die Studie in Auftrag gegeben hat.
Die von der Hagelversicherung in Auftrag gegebene Studie untersucht die Effekte des Kaufs heimischer Lebensmittel auf Umwelt und Arbeitsmarkt auf Länderebene.
In Österreich hat der Konsument bei einem Drittel der in den Supermärkten angebotenen Lebensmittel die Wahl zwischen heimischen und importierten Waren. Entscheidet sich jeder zweite Verbraucher für das österreichische Produkt, ergibt sich in der Steiermark ein Beschäftigungspotenzial von 3.700 Arbeitsplätzen.

Beschäftigungseffekte durch gezielte Kommunikation erzielbar. Der Vizerektor der Johannes Kepler Universität Linz ist auf Grund der Ergebnisse der Konsumentenbefragung optimistisch, dass diese Beschäftigungseffekte mit entsprechenden Kommunikationsmaßnahmen erzielbar sind. Denn:
·60 % der Österreicher sind besonders stolz auf die in der Heimat produzierten Produkte.
·Zwei von drei Österreichern wollen ein reichhaltiges Angebot an heimischen Lebensmitteln.
·Für jeden zweiten Österreicher ist die Gentechnikfreiheit der Lebensmittel sehr wichtig.
·80 % der Österreicher sind der Meinung, dass mit dem Kauf heimischer Lebensmittel nur kurze Transportwege entstehen und dadurch Umwelt und Klima geschont sowie die regionale Wirtschaft gestärkt werden.
„Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass jeder aktiv mithelfen kann, wenn es darum geht Arbeitsplätze zu sichern, Kaufkraftabflüsse zu verhindern und das Klimarisiko zu senken. Die heimischen Bauern sind Garanten dafür, dass regionale Lebensmittel nach höchsten europäischen Standards hergestellt werden. Heimische Lebensmittel sind daher vollkommen sicher. Die Lebensmittelproduktion in Österreich ist Schritt für Schritt nachvollziehbar und zusätzlich streng kontrolliert“, unterstreicht Wlodkowski.

Den Berechnungen der Linzer Kepler Universität zufolge führt ein verstärkter Konsumpatriotismus auch zu einer enormen Umweltentlastung: Durch den Kauf von 10 % mehr regionalen Lebensmitteln müssen diese Waren statt durchschnittlich 1700 Kilometer weit nur noch 150 Kilometer weit transportiert werden.

Weitere Infos zur Klimaschutzinitiative der Hagelversicherung


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Aktualisiert am: 27.09.2006 17:28
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