Produktion und Bewertung von Pferdeheu (Schwerpunktthema)

Das Pferd benötigt aus ernährungsphysiologischen Gründen ein strukturreiches Heu, das auch die wertvollen Inhaltsstoffe sowie Mengen- und Spurenelemente beinhalten sollte. Entscheidend von Seiten der Produktion ist, dass ein guter Pflanzenbestand zur rechten Zeit gemäht, bestens geerntet und sachgerecht eingelagert wird. Das Heu ist als Basisfutter für das Pferd so wichtig, dass wir bestmögliche Qualitäten anbieten müssen.
Die Erzeugung von hochwertigem Futter für Pferde ist ein immer wichtig werdender Betriebszweig. Für Heu, Grummet, Grassilage, Hafer und anderen Futterpartien von guter Qualität und zu stabilen Preisen besteht vor allem in Pferdebetrieben mit zu wenig Eigenfläche gute Nachfrage.
Die Erzeugung von hochwertigem Futter für Pferde ist ein immer wichtig werdender Betriebszweig. Für Heu, Grummet, Grassilage, Hafer und anderen Futterpartien von guter Qualität und zu stabilen Preisen besteht vor allem in Pferdebetrieben mit zu wenig Eigenfläche gute Nachfrage.
Der für das Pferdeheu richtige Erntetermin ist im Vegetationsstadium „Beginn der Blüte“ des Knaulgrases erreicht. Das Knaulgras muss vom Pferdewirt erkannt und in seinem Vegetationsverlauf beobachtet werden. Hängen die Pollenbeutel heraus, dann passt der Termin, soferne das Wetter mitspielt. Ab diesem Zeitpunkt wird jede Schönwetterperiode zum Heumachen genutzt. Das Futter wird trocken gemäht, d.h., erst wenn die Halme und Blätter vom Tau oder Regenwasser abgetrocknet sind, kann die Mahd beginnen. Liegt kein Tau vor, kann schon am Vormittag (gilt eher für Süd- und Ostösterreich), sonst gegen Mittag (gilt eher für West- und Nordösterreich) gemäht werden.

Saubere Ernte ohne Verschmutzung
Damit das Pferdeheu nicht erdig verschmutzt geerntet wird, müssen die Mähgeräte auf 5 bis 7 cm Schnitthöhe eingestellt werden. Die Geräteeinstellung in der zu mähenden Pferdewiese ist vornehmen, mehrfach die Schnitthöhe nach den Probeeinsätzen zu prüfen und danach mit bestgeschliffenem Messer die Mahd bei angemessener Geschwindigkeit durchzuführen. Eine Mähtiefe unter 5 cm führt zur erhöhten erdigen Verschmutzung, da die Bodenunebenheiten abrasiert werden und die Grasnarbe geschädigt wird. Die anschließenden Heuwerbungsgeräte sollten beim mehrfachen Kreiseln und Schwaden ebenfalls hoch genug eingestellt werden, damit sie keine Erde und damit keine zusätzlichen Bakterien und Pilze in das Futter bringen. Die Zinken der Kreisler und Schwader sollen auf der Grasnarbe tanzen und nicht im Boden herumkratzen. Auch das Pick-up der Ladewägen oder der Heupressen sollte richtig eingestellt werden, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Nach der Mahd sollte sehr rasch mit dem Kreiseln begonnen werden, sofern die Mahd nicht mit dem Aufbereiter durchgeführt wurde. Das Kreiseln bereitet das Futter luftig auf und der Trocknungsprozess kann beginnen. Am ersten Tag kann mit hoher Zapfwellengeschwindigkeit zweimal gewendet und abends geschwadet werden. Bei warmem, leicht windigem Wetter und bei durchschnittlicher Ertragslage kann ein TM-Gehalt von 35 bis 45 % am ersten Tag erreicht werden. Das Schwaden abends bringt vor allem bei hoher Taubildung oder unerwarteter Regenvorhersage Vorteile für die weitere Trocknung in den nächsten Tagen.

Autoren: Leopold ERASIMUS, Max DOBRETSBERGER und Karl BUCHGRABER


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Aktualisiert am: 20.12.2006 15:26
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