Produkt-Piraterie nicht mehr möglich!

Landesrat Seitinger setzt „Isotopenuntersuchung“ in der Steiermark ein –Steirische Produkte eindeutig feststellbar.
„Produkt-Piraterie“ heißt das Wort für einen Vorgang, bei dem Waren falsch deklariert und verkauft werden. Doch die „Piraten“ werden in Zukunft schonungslos enttarnt, denn im Forschungszentrum Seibersdorf wurde die „Isotopenuntersuchungsmethode“ entworfen, mit der sich die Herkunft von Waren exakt ermitteln lässt.

Für die Steiermark wird daher auf Initiative von Landesrat Johann Seitinger gemeinsam mit dem Obmann der Erwerbsobstbauern LAbg. Anton Gangl in Zusammenarbeit mit dem Austrian Research Centers Seibersdorf ein entsprechendes Projekt auf Schiene gebracht.

Die Untersuchungsmethode im Labor besteht in der Bestimmung unverwechselbarer Atome bzw. Isotope, die in jedem Lebensmittel in den Hauptelementen Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel enthalten sind. Es ist ein sogenannter „isotopischer Fingerabdruck“, sozusagen ein regionaler Stempel, den der Wasseranteil der zu untersuchenden Lebensmittelproben liefert, ähnlich dem genetischen Fingerabdruck des Menschen. Mit Hilfe eines Massenspektrometers werden Sauerstoff- und Wasserstoffverhältnis der Isotope in der Probenflüssigkeit mit den in einer Datei angelegten Wasserproben österreichischer Regionen verglichen und so die Herkunft eindeutig festgestellt.

Für die steirischen Qualitätsprodukte Apfel, Zwetschke, Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Käferbohnen und Kren werden vorerst rund 200 entsprechende Proben/Jahr durchgeführt und einem bestimmten Anbaugebiet zugeordnet.

„Mit diesem Projekt wird eine wichtige Grundlage zum Schutz und zur Sicherung der Marktposition typisch steirischer Qualitätslebensmittel gelegt und damit ein wertvoller Beitrag zur Sicherung dieser Spezialkulturen in der Steiermark geleistet“, so abschließend Landesrat Johann Seitinger.


Aktualisiert am: 05.10.2005 10:04
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