Problemfeld Kreuzkrautarten

Die verschiedenen Kreuzkrautarten, die in Wiesen, Weiden, an Wegrändern, Böschungen, Brachland und Ruderalflächen vorkommen, haben in den letzten Jahren wegen ihrer besonderen Giftigkeit mehr als nur erhöhte Aufmerksamkeit erlangt.
Kreuzkräuter werden für Rinder, Schafe und Pferde zu einem zunehmenden Problem.
Kreuzkräuter werden für Rinder, Schafe und Pferde zu einem zunehmenden Problem.
Viele Kreuzkräuter sind giftig und sollten schon vorbeugend durch eine entsprechende Weidebewirtschaftung bekämpft werden. Narbenöffnung durch Weidegang bei nassem Wetter ist die Hauptursache einer raschen Vermehrung und Verbreitung. Bei Weidegang allein kommt es zu keiner Vergiftung, weil das Vieh diese penetrant riechende Pflanze absolut meidet. Werden solche Flächen maschinell geheut, haben die Tiere keine Möglichkeit einer Selektion, obwohl solches Heu zunächst verweigert wird. Bei zunehmendem Hunger wird das mit den Blättern des Kreuzkraut vermengte Heu aufgenommen und führt schon in geringen Mengen von z.B. 100 g/Rind/Tag zu akuten Vergiftungen, bei kontinuierlicher Aufnahme von solchem Heu zum Tode. Da Kreuzkraut ab 600 m Meereshöhe vorkommen kann, sind zwangsläufig sehr viele Betriebe betroffen. Mehr darüber lesen Sie in Ausgabe 13.

Autor: Dr. Karl Heinz GERHOLD, Gisingen

Weiters in dieser Ausgabe:

  • Serie: Almen und ihre Funktionen



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Aktualisiert am: 18.06.2010 09:06
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