Pro Silva Europa zu Gast in Kärnten

Zwischen 16. und 18.Juni 2011 trafen sich über 40 Teilnehmer aus 25 europäischen Staaten zur Jahrestagung von "Pro Silva Europa" in der forstlichen Ausbildungsstätte in Ossiach. Neben der Tagung der Delegierten unter dem Vorsitz von Prof. Jean-Phillip Schütz aus der Schweiz standen dabei Praxisexkursionen in vorbildliche Betriebe im Mittelpunkt. Auch 2 bäuerliche Familienbetriebe wurden dabei präsentiert.
Die Methoden zur Überwindung eines Steilhanges sind genau so vielfältig wie die Sprachen der Teilnehmer: Mehr als 40 Teilnehmer aus 25 Europäischen Staaten  erlebten als "Höhepunkt" der Pro Silva Europa Jahrestagung 2011 eine beeindruckende Exkusrsion in 2 bäuerliche Betriebe im Mettnitztal.
Die Methoden zur Überwindung eines Steilhanges sind genau so vielfältig wie die Sprachen der Teilnehmer: Mehr als 40 Teilnehmer aus 25 Europäischen Staaten erlebten als "Höhepunkt" der Pro Silva Europa Jahrestagung 2011 eine beeindruckende Exkusrsion in 2 bäuerliche Betriebe im Mettnitztal.
„Was man gern macht, macht man gut!“ so fasst Evelin Rinner, die Barbäuerin in St. Salvator (Mittnitztal, Kärnten) ihre Arbeit am bäuerlichen Familienbetrieb zusammen und umschreibt damit selbst am Besten, was ihre internationalen Gäste bei der Exkursion in die Betriebe Rinner und Wachernig an Eindruck mitnahmen. Für den Vorsitzenden von Pro Silva Europa und Delegationsleiter ist es auch „der würdige Höhepunkt“ des heurigen Jahrestreffens.

Chancen genutzt
An sich sind die beiden Betriebe, für die die beiden Betriebsführer auch den österreichischen Staatspreis für vorbildliche Waldwirtschaft verliehen bekamen, vor allem von den Geländegegebenheiten alles andere als bevorzugt. Trotzdem haben die beiden Familien – man kann wohl sagen gemeinsam, denn sie sind auch privat eng befreundet und unmittelbare Nachbarn – die Chancen, die Ihnen ihr Grund und Boden bietet, genutzt. Heute bieten ihre Höfe Arbeitsplatz für 2 und wirtschaftliche Grundlage für das Zusammenleben von 3 bis 4 Generationen.

Nachhaltigkeit zentrale Idee
Der Wald ist in beiden Betrieben zentraler Teil und trägt wesentlich zum Einkommen der Familien bei. Sicherlich auch deswegen, weil auch das Arbeitseinkommen aus der Waldarbeit im Betrieb bleibt. Pro Silva Österreich genauso wie Pro Silva Europa sehen in den beiden Vorzeigebetrieben ihre eigenen Vereinsgrundsätze und Ziele verwirklicht: "Naturnahe Waldbewirtschaftung", die sich an einem umfassenden Nachhaltigkeitsbegriff, der neben den wirtschaftlichen, auch ökologische und soziale Aspekte einbezieht, orientiert und und heimische Baumarten in ungleichaltrigen Wäldern mit natürlicher Verjüngung in den Mittelpunkt stellt. In Zeiten von Klimawandel und Umweltkatastrophen sollen vor allem Gesundheit, Artenvielfalt, Produktionsmöglichkeiten für wertvolles Holz, Widerstandsfähigkeit gegen Klimaänderung und Katastrophen gesichert werden.

Weiterführende Informationen und Links:

Pro Silva Österreich: hat 400 Vereinsmitglieder - vom Waldbauern bis zum Universitätsprofessor -, die sich aktiv um die Umsetzung der Prinzipien naturnaher Waldbewirtschaftung kümmern und gegenseitig intensiven Erfahrungsaustausch pflegen.

Pro Silva Europa:Europaweite Dachorganisation der einzelnen Landesvereine von pro Silva.

ARGE Nachhaltige Waldwirtschaft Mittelkärnten:Netzwerk von 16 Betrieben aus der Region Mittelkärnten, das im Rahmen eines Leader – Projektes entwickelt wurde und sich den Prinzipien der Naturnahen Waldwirtschaft verschrieben hat. In der Printausgabe Nummer 13. des fortschrittlichen Landwirts finden Sie eine ausführlichere Projektbeschreibung dazu.

DI Dr. Eckart Senitza:u.a. Projektbetreuer der ARGE Nachhaltige Waldwirtschaft Mittelkärnten.


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Aktualisiert am: 22.06.2011 10:28
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