Preisschwankungen – Schultes fordert Ausgleichsmechanismen

Im Rahmen der Agrar-Wintertagung des Ökosozialen Forums in der Landwirtschaftskammer NÖ forderte LK Präsident Hermann Schultes ein Maßnahmenbündel gegen die starken Preisschwankungen auf den Agrarmärkten.
Durch die gestiegenen Futterkosten hat sich die Produktion merklich verteuert.
Durch die gestiegenen Futterkosten hat sich die Produktion merklich verteuert.
„Wir würden steigende Preise brauchen, damit wir nach dem schlechten Vorjahr die Einkommensausfälle ausgleichen können. Die gestiegenen Börsepreise sind eine Momentaufnahme für Börsengeschäfte, die ohne die Bauern stattfinden Die Betriebsmittelpreise für die bevorstehende Produktion in diesem Jahr steigen aber real und werden von jedem Bauern zu zahlen sein“, führt Schultes aus.

Produktionskosten steigen
Nach den Erhebungen der Landwirtschaftkammer NÖ sind die Preise für Düngemittel um mehr als 50 % gestiegen. Beispielsweise müssen auch Mastschweinehalter alleine durch die höheren Futtermittelpreise Mehrkosten von 20 Euro pro verkauftem Schwein verkraften und für Milchviehhalter verteuert sich die Produktion um 2,5 Cent pro verkauftem Kilogramm Milch.
„Diese Mehrkosten müssen durch die Preise für die Produktion des kommenden Jahres kompensiert werden, bevor es zur dringend notwendigen Einkommensverbesserung kommen kann. Eine Erhöhung der Milchauszahlungspreise ist genauso erforderlich wie eine rasche Verbesserung der Schweinepreise für Ferkel und Mastschweine“, fordert der Präsident.

Steuerliche Erleichterungen gefordert
Konsumenten und Landwirte brauchen daher einerseits Ausgleichmechanismen gegen die Volatilität der Agrarmärkte, die auf EU-Ebene funktionieren müssen. Bewährt sind Interventionslager, die bei tiefen Preisen in Überschussjahren angelegt werden. Die Wirksamkeit der öffentlichen Vorratshaltung ist unbestritten.
„Für Landwirte wäre bei stark schwankenden Preisen ein mehrjähriger Ausgleich notwendig, etwa die Möglichkeit zur steuerlichen Verteilung bzw. Übertragung der Gewinne von leistungsstarken Landwirtschaftsbetrieben aus guten Jahren in Krisenjahre“, schloss Schultes beim „Fachtag Unternehmen Bauernhof“ in St. Pölten.


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Aktualisiert am: 17.02.2011 10:57
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