Preisfindung ist mehr als Rechnen

Kalkulation und Preisgestaltung ist eine komplexe Sache. Harte betriebswirtschaftliche Kalkulationen sind erst der zweite Schritt. Im folgenden Beitrag geht es um grundsätzliche Überlegungen, die vor dem Rechnen kommen.
Was verrechne ich für welche Leistungen?
Was verrechne ich für welche Leistungen?
Der Preis ist die Gegenleistung für Ihre Dienste und ist als Marketing-Instrument entscheidend für Ihren Umsatz und Gewinn. Leider spielt sich in der Vermietung der Wettbewerb oft fast ausschließlich über den Preis ab – und nicht über die Leistung. Und zwar deshalb, weil es einfacher ist, den Preis für ein Zimmer zu senken, als Ausstattung und Service zu verbessern.

Grundlagen der Preisermittlung
Wenn Sie über Ihre Preise nachdenken, sollten Sie zuvor ein paar strategische Entscheidungen treffen bzw. einige wichtige Fragen beantworten:
• Wer sind meine Gäste – wer sollen meine Gäste sein? Das heißt: keine Hochpreise für Gäste mit geringer Kaufkraft, aber auch keine zu niedrigen Preise für eine zahlungskräftige Gästeschicht.
• Wie positioniere ich meinen Hof?
• Was sind meine wirtschaftlichen Ziele?
Daran anschließend analysieren Sie folgende drei Faktoren:
• Ihre eigenen Kosten
• Die Nachfrage nach Ihrer Leistung
• Ihre Mitbewerber

Kaufentscheidungen werden nicht immer rational und auf Basis objektiv lesbarer Zahlen getroffen – spontane und visuelle Wahrnehmungen lösen emotional gesteuerte Entscheidungen aus. So gibt es Preisangaben, die optisch besonders günstig wirken. Preise knapp unterhalb runder Beträge werden wesentlich günstiger empfunden als volle Beträge bzw. Preise, die über dem runden Betrag liegen: € 59,10 versus € 61,50. Reizworte wie „nur“ suggerieren Preisgünstigkeit.

Worauf Sie bei der Preisgestaltung noch achten sollten, erfahren Sie in der Ausgabe 6 auf den Seiten 84-85.

Autorin: Mag. Monika FALKENSTEINER, Nußdorf am Attersee


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Aktualisiert am: 03.03.2011 18:33
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