Preisdruck am Schweinemarkt

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Am europäischen Schweinemarkt sind die Notierungen unter Druck geraten. Mehrere Faktoren sorgen für Krisenstimmung am Markt.
Die Schweinepreisnotierungen gehen nach unten. (Foto: Archiv)
Die Schweinepreisnotierungen gehen nach unten. (Foto: Archiv)
Feiertagswochen und schwacher Asienexport setzen Preise weiter unter Druck, berichten Ö-Börse und Styriabrid in ihrem aktuellen Marktbericht. Gleich mehrere marktbestimmende Faktoren sorgen zurzeit für Krisenstimmung am Schweinemarkt. EU-weit wird zwar von einem vergleichsweise durchschnittlichen Schweineangebot gesprochen, am Fleischmarkt stockt es jedoch erheblich. Hauptgrund - der Asienexport, der in den letzten zwei Jahren zum preisbestimmenden Faktor geworden ist, liegt aktuell darnieder. Die zwei größten Schweinefleischerzeuger der EU, Deutschland und Spanien, sind dabei seit Wochen erfolglos und ziehen nun das gesamte europäische Preisgefüge nach unten. Marktdominatoren wie Tönnies oder Vion in Deutschland wiederrum schieben die Schuld Richtung Nord- und Südamerika. Aus diesen Ländern liegen zurzeit Dumpingangebote bis zu 50 % unter europäischem Niveau am Weltmarkt vor. Vor diesem Hintergrund wurde in Deutschland der Vereinigungspreis um 5 Cent nach unten gesetzt.
In Österreich ist der Lebendmarkt trotz Feiertag in der abgelaufenen Woche bis auf vereinzelte Partien, die ein bis zwei Tage später zur Schlachtung gelangen, weitgehend geräumt. Die Ausgewogenheit am Lebendmarkt bringt auch das seit Mitte Februar stabil liegende Schlachtgewicht zum Ausdruck. Anders wird hingegen die Lage am Fleischmarkt beschrieben. Insbesondere aufgrund der internationalen Entwicklung wird mit Ausnahme von einigen Grillartikeln von absolut unbefriedigenden Ergebnissen berichtet. Mit dem Verweis auf eine neuerliche Feiertagswoche und dem Druck aus Deutschland gab es die vehemente Abnehmerforderung nach einer Preisrücknahme um 5 Cent, welcher die Ö-Börse auch statt geben musste.
Die Mastschweine-Notierung für die Börsewoche von 3. bis 9. Mai ist somit bei 1,40 Euro (Berechnungsbasis: 1,30 Euro) je kg Schlachtgewicht.
(Quelle: Styriabrid/Ö-Börse)

Aktualisiert am: 04.05.2018 07:06