Preisanstieg bei neuseeländischem Milchpulver

Die Preise für Milchbasisprodukte haben in der monatlichen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra scharf angezogen. Gegenüber dem Vormonat verteuerte sich Magermilchpulver um 25,5 %.
Die Preise für Milchbasisprodukte haben in der monatlichen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra stark angezogen.
Die Preise für Milchbasisprodukte haben in der monatlichen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra stark angezogen.
Wie die Handelsplattform Global Dairy Trade bekanntgab, verteuerte sich Magermilchpulver in der Auktionsrunde am 06.04. gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 25,5 % auf USD 3.672,- oder umgerechnet EUR 2.740,- pro Tonne. Für den vorderen Liefertermin Juni wurde sogar ein Plus von 36,2% erzielt. Für Vollmilchpulver fiel der Hammer im Mittel bei USD 3.969,- oder umgerechnet EUR 2.962,- je t. Das waren um 21% mehr, als Anfang März geboten wurden. Butteröl (AMF) verteuerte sich um 21,9% auf USD 4.827,- (EUR 3.602,-) pro t.

Starke Nachfrage
Paul Grave, Manager der Handelsplattform Global Dairy Trade, kommentierte, für alle Produkte sei die Nachfrage sehr stark gewesen. Die Preise spiegelten eine Verknappung des Angebots zum Ende der australisch-asiatischen Erzeugungssaison wider. Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet die aktuellen Aussichten für die europäischen Milcherzeuger als günstig. Ein Jahr nach dem Ende der Krise am Milchmarkt entspanne sich die Lage weiter, so der DBV. Als Gründe nannte der Verband die EU-weit moderate Anlieferung und den deutlich belebten Export. Der DBV erläuterte, damit dürften die Molkereien die finanzielle Grundlage für eine Anhebung der Erzeugerpreise haben. Zum Beleg verwies der Verband auf den vom Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (ife) errechneten Rohstoffwert der Milch, der im März um 0,5 Cent auf 25,6 Cent je kg kletterte. (aiz)


Aktualisiert am: 07.04.2010 22:15
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