Preis für Schweinefleisch auf Rekordtief

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Der Preis für Schweinefleisch ist laut steirischer Landwirtschaftskammer auf einem Rekordtief. Schuld an dieser Situation seien die Wettbewerbsvorteile der deutschen Schweinebauern berichtet ORF Steiermark.
Verlustgeschäft für Schweinebauern

In der Steiermark gibt es rund 10.000 Schweinebauern. Statt Geld zu verdienen, sei ihre Arbeit aber derzeit eher ein Verlustgeschäft, sagt Schweinbauer Kurt Tauschmann aus Hainersdorf (Bezirk Fürstenfeld):
"Es ist momentan in Wahrheit ein Minusgeschäft und es geht momentan den Schweinbauern in der Steiermark und auch Österreich nicht gut. Ein weiterer Grund ist eben, dass momentan die Getreidepreise für die Ackerbauern positiv, aber für die Schweinbauern nicht unbedingt hoch sind."

Produktionskosten in Deutschland niedriger

Der niedrige Basispreis von 1,21 Euro pro Kilogramm wird laut Kammer vor allem durch die Mehrproduktion in Deutschland verursacht. Im Schnitt seien die deutschen Schweinebetriebe um das Fünf- bis Zehnfache größer als in der Steiermark. Daher seien auch die Produktionskosten in Deutschland niedriger.
Die niedrigeren Kosten beginnen hier bereits beim Erwerb der Ferkel. So ist ein Ferkel in Deutschland um etwa zehn Euro billiger wie in Österreich.

Bauern appellieren an Konsumenten


Weiters kommt hinzu, dass der Export in Länder außerhalb der EU nur zögerlich stattfinde. Die Schweinebauern appellieren daher an alle Konsumenten, vorwiegend heimisches Schweinfleisch zu kaufen (Quelle: steiermark.orf.at - Link zum Artikel)


Aktualisiert am: 04.11.2010 09:08
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