Praktikum am Spitzen Charolais Zuchtbetrieb

Nach einer beruflichen Veränderung 2011 standen dem Charolaiszüchter Stefan Tröstl aus NÖ die Türen für die Erfüllung des Lebenstraums offen, einmal auf dem französischen Spitzen Zuchtbetrieb GAEC Micaud zu arbeiten.
Autor  und Charolaiszüchter Stefan Tröstl mit einem Spitzen-Charolais Zuchttier während des Fleischrinderpraktikums am Hof Micaud in Zentralfrankreich.
Autor und Charolaiszüchter Stefan Tröstl mit einem Spitzen-Charolais Zuchttier während des Fleischrinderpraktikums am Hof Micaud in Zentralfrankreich.
Hier ein Auszug aus seiner Betriebsbeschreibung:
Der Betrieb GAEC Micaud liegt in der 52 km² großen Gemeinde Ygrande im Departement Allier und der Region Auvergne, an der Wasserscheide von Allier und Cher. Der Ort mit 760 Einwohnern in Zentralfrankreich liegt auf rund 330 m Seehöhe, mit einer sanft hügeligen Landschaft und ist seit jeher stark von Rinderzucht geprägt.

Als Techniker (ähnlich unserem Kontrollassistent) war Robert Micaud von den Charolais begeistert und kaufte sich 1967 den Betrieb in Neverdiere. Fortan begann er den Betrieb auf Charolais in Reinzucht umzustellen. Die Söhne Jean-Marc (ab 1982) und Daniel (ab 1985) setzten seine Arbeit in der Betriebsgemeinschaft GAEC Micaud fort.

Zum erfolgreichen Charolais-Zuchtbetrieb

Mit dem Stier DEPUTE gelang dem Betrieb der erste Schauerfolg beim Championat in Paris 1992 und somit der Durchbruch und die Belohnung für die konsequente Zuchtarbeit. Die letzte Erweiterung des Betriebs zum derzeitigen Stand auf 370 ha und 240 Herdebuchkühe wurde mit dem Einstieg von Jean-Marc’s Sohn Emmanuel im Jahr 2008 vollzogen.
Der Betrieb ist großteils eigenmechanisiert und auf zwei rund 300 m voneinander entfernte Betriebsstandorte aufgeteilt.

Management
Alle Tiere, mit Ausnahme der Masttiere, werden von Anfang April bis Anfang Dezember auf den Weiden gehalten. Im Frühjahr beim Austreiben und den gesamten Herbst über wird zusätzlich Heu angeboten.
Die Fütterung der Maststiere erfolgt mittels Mischwagen und einer Maissilage/Strohration. Zusätzlich werden Rapskuchen und Getreideschrot per Hand gefüttert. Die Winterfütterung der Zuchttiere besteht ebenfalls aus einer Mischung von 80 % Grassilage, 10 % Maissilage und 10 % Stroh. Jungtiere erhalten zusätzlich etwas Heu.
Die Zufütterung der Kälber beginnt frühestens nach dem 1. Monat mit einem speziell für die Mutterkuhhaltung entwickelten Müsli mit einer Art Durchfallschutz, jedoch täglich begrenzt. Ab dem 3. Monat wird auf Müsli ohne Durchfallschutz umgestellt.

Mehr über diesen französischen Charolais-Zuchtbetrieb gibt lesen Sie in der Fachzeitschrift "Der fortschrittlichen Landwirt" in Heft 12 vom 16. Juni 2012


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Aktualisiert am: 21.06.2012 16:13
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