Pöttinger Ladewagen Torro 6510 D Combiline im Praxistest

Der Torro Combiline von Pöttinger ist ein Hightech-Ladewagen für Großbetriebe und Lohnunternehmer. Ob in der Grassilage als Ladewagen oder beim Maishäckseln als Transportwagen: Seine Leistungsfähigkeit ist beeindruckend! Wie haben ihn getestet!
Der Torro ist ein schlagkräftiger Mehrzweck-Rotor-Ladewagen für die Gras- und Maisernte.
Der Torro ist ein schlagkräftiger Mehrzweck-Rotor-Ladewagen für die Gras- und Maisernte.
40 Hektar in acht Stunden beim ersten Schnitt: Das hat unser Testfahrer mit seinem rund 220 PS starken Valtra T214 bei einer geringen Feld-Hof-Entfernung und einer durchschnittlichen Futtermenge ohne große Anstrengung geschafft. Hochgerechnet auf zehn Tage sind das 400 Hektar! Selbst bei Lohnunternehmern stehen so leistungsfähige Gespanne pro Schnitt nur wenige Tage im Einsatz. Daher ist die Möglichkeit der Zweitnutzung bei der Maisernte als Häcksel-Transportwagen logisch, ja beinahe zwingend.

Fünf Modelle ab Herbst
Aktuell gibt es den Torro Combiline in drei verschiedenen Größen von 55 bis 65 m³ (28–34 m³ nach DIN) mit oder ohne Dosierwalzen. Pöttinger plant aber schon zwei weitere Modelle.
Mit der automatischen Messer- Schärfeinrichtung lassen sich Zeit und Kraft sparen. Zudem bleibt die Schnittqualität gleich.
Mit der automatischen Messer- Schärfeinrichtung lassen sich Zeit und Kraft sparen. Zudem bleibt die Schnittqualität gleich.
Unser Testkandidat 6510 ist das derzeitige Topmodell. Er fasst 34 m³ nach DIN und ist serienmäßig mit zwei Dosierwalzen ausgestattet. Die Ladefläche hat Pöttinger von 2,10 m auf 2,30 m verbreitert. Das entspricht nun den Abmessungen der ersten Jumbo-Generation, der größten Ladewagenbaureihe des Herstellers.

180 mm Querpendelung
Sechs gesteuerte Zinkenreihen nehmen das Futter auf einer Breite von zwei Metern sauber auf, auch bei hoher Fahrgeschwindigkeit. Die Pick-up hängt an zwei beweglichen Tragarmen und kann sich um 180 mm quer zur Fahrtrichtung bewegen. Die Rechhöhe stellt man werkzeuglos über eine Lochschiene an den Tasträdern ein. Die optionale Tastrolle hinter der Pick-up reduziert die Futterverschmutzung und schont den Boden, vor allem unter nassen Einsatzbedingungen mit tiefen Traktorspuren.

Mit der Zweitnutzung als Häcksel-Transportwagen lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Investition erhöhen. Die Umrüstung ist einfach.
Mit der Zweitnutzung als Häcksel-Transportwagen lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Investition erhöhen. Die Umrüstung ist einfach.
Schneidrotor mit 45 Messer
Der Rotor mit seinen acht spiralförmig angeordneten Zinkenreihen hat einen Durchmesser von 800 mm. Das seitliche Stirnradgetriebe ist für Traktoren bis 300 PS ausgelegt. Die Weitwinkelgelenkwelle ist mit 2.300 Nm abgesichert.
Die 45 Messer sind mit Federn einzeln gegen Fremdkörper gesichert. Das ergibt eine theoretische Schnittlänge von 34 mm. Die Messer sitzen asymmetrisch zwischen den Förderzinken des Rotors. Das soll den Kraftbedarf senken und die Schnittqualität verbessern. Sie lassen sich mit einem doppeltwirkenden Hydraulikzylinder aus- und einschwenken. Damit lässt sich auch ein eventuell auftretender Stopfer einfach lösen. Kritisiert wurde die starke Verschmutzung im Bereich des Schneidwerks.

Bedienkomfort
ISOBUS und Loadsensing sind in dieser Klasse heute Standard. Wir haben mit dem serienmäßigen Power-Control-Terminal gearbeitet. Trotz kleinem Display ist die Bedienung einfach und logisch.
Gute Noten gab es auch für die Lade- und Entladeautomatik. Unser Testkandidat war dafür mit mehreren Sensoren ausgestattet: einer vorne an der Stirnwand, einer oben an der Vorverdichtungsklappe und zusätzlich die optional erhältliche Lademomentmessung am Rotoreingangsgetriebe.

Was sonst noch gelobt und getadelt wurde und was diese Technik kostet, erfahren Sie in der LANDWIRT Ausgabe 12/2017 (Erscheinungstermin, 16. Juni 2017)

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Aktualisiert am: 26.06.2017 13:06
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