Pflanzenkrankheit in heimischen Paradeiserkulturen

In steirischen Paradeiserkulturen wurde die Pflanzenkrankheit Bakterienwelke (Clavibacter michiganense) festgestellt. Diese Krankheit beginnt mit braunen Flecken auf den Blättern. In der Folge verwelkt die heranwachsende Pflanze. Übertragen wird die Krankheit hauptsächlich durch den Kontakt von Pflanze zu Pflanze bei Arbeiten in der Kultur.
In steirischen Paradeiserkulturen ist die Pflanzenkrankheit Bakterienwelke aufgetreten.
In steirischen Paradeiserkulturen ist die Pflanzenkrankheit Bakterienwelke aufgetreten.
Die Bakterienwelke könnte aber den steirischen Paradeiseranbau 2007 gefährden. Denn von der Infektion bis zum Auftreten sichtbarer Symptome vergehen bis zu zwei Monate. Zwei Betriebe haben bereits die Folienhäuser geräumt, in denen die Paradeiser gezogen wurden. Zwölf weitere Verdachtsfälle sind fix gemeldet, laufend kommen neue Anrufe.

Die heimischen Paradeiserbauern sind unschuldig, weil diese Krankheit durch eine ausländische Saatgutpartie eingeschleppt wurde.

Existenzgefahr
Müssen ganze Folienhäuser geräumt werden, dann bedeutet dies Existenzgefahr für die betroffenen Gemüsebauern. Landesrat Johann Seitinger hat bei einem Erstgespräch die volle Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig werden von den betroffenen Bauern auch rechtliche Schritte eingeleitet.

Verzehr unbedenklich
Die Bakterienwelke ist eine Pflanzenkrankheit, der Verzehr der Früchte, also der Paradeiser ist absolut unbedenklich. Außerdem verwelken die befallenen Pflanzen, dadurch kommen auch keine Früchte in den Handel. Es besteht daher keine Gefahr beim Konsum heimischer Paradeiser. Hausgartenkulturen sind deshalb nicht betroffen, weil das verseuchte Saatgut nur für den Erwerbsanbau von Paradeisern bestimmt war.

Meldepflicht an amtlichen Pflanzenschutzdienst. Bei Befallsverdacht besteht Meldepflicht beim amtlichen Pflanzenschutzdienst, Tel. 0316/877 660-0.

Maßnahmen bei Befall: Eine direkte Bekämpfung gibt es nicht. Sind nur einzelne Pflanzen befallen, werden diese sowie benachbarte Pflanzen ausgerissen und entsorgt. Gleichzeitig sind im Betrieb strenge Hygienemaßnahmen einzuhalten. Sind viele Pflanzen in einem Folientunnel verstreut betroffen, so wird vom amtlichen Pflanzenschutzdienst die Räumung und fachgerechte Entsorgung des gesamten Tunnels verordnet.


Aktualisiert am: 19.06.2007 15:00
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