Pferdefütterung: Basiswissen und Rationsgestaltung

Eine optimale Fütterung ist für die Gesundheit und das Leistungsvermögen unserer Pferde von überragender Bedeutung.
Je qualitätsvoller das Heu bzw. das Grundfutter, desto weniger Kraftfutter muss gefüttert werden, umso gesünder für das Pferd.
Je qualitätsvoller das Heu bzw. das Grundfutter, desto weniger Kraftfutter muss gefüttert werden, umso gesünder für das Pferd.
Mit steigender Leistung reicht die Versorgung nur über Gras oder Heu nicht mehr aus, es muss zusätzlich Kraftfutter gefüttert werden, um den erhöhten Energiebedarf zu decken. Durch den Einsatz von Kraftfutter nimmt allerdings die Zeit der Futteraufnahme stark ab, ebenso sinkt die Zahl der Kaubewegungen, wodurch weniger Speichel produziert wird. Daher braucht ein Pferd ausreichend Raufutter (mind. 12 Stunden fressen bzw. 1,5 kg Trockenmasse/100 kg Lebendmasse, damit:
  • das Gebiss gesund erhalten wird
  • ausreichend Speichelbildung gewährleistet ist
  • Untugenden wie Koppen und Weben aus Langeweile

vermieden werden.

Folgen von zu viel Kraftfutter

Wenn ein Pferd zu viel Kraftfutter pro Mahlzeit bekommt, reichen die Enzyme im Dünndarm nicht aus, um die Stärke vollständig zu verdauen. Diese gelangt teilweise unverdaut in den Blinddarm, dadurch sinkt der pH-Wert. Wenn der pH-Wert bei 4 liegt, kann Hufrehe ausgelöst werden. Deshalb wird empfohlen, maximal 1g Stärke/kg Lebendmasse und Mahlzeit zu füttern.

Richtige Rationsgestaltung

Basis jeder Futterration ist das Grundfutter. Je qualitätsvoller das Heu bzw. das Grundfutter, desto weniger Kraftfutter muss gefüttert werden, umso gesünder für das Pferd.

Folgende Faktoren müssen bei der Berechnung berücksichtigt werden:
  • Typ (leichtfuttrig, Rasse)
  • BCS (Body-Condition-Score, Fett-Muskelverhältnis)
  • Training (Intensität, Temperament)
  • Haltung (Box, Laufstall, Offenstall)
  • Gewicht
  • Leistung
  • Daten über die Futtermittel


Aktualisiert am: 06.07.2017 14:59
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