Pferde und Pferdeinstellung: Umsatzsteuer-Erhöhung

Mit 1. Jänner 2012 ist eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes in Kraft getreten. Der Steuersatz für Pferde und Pferdeeinstellung wurde dabei auf den Normalsteuersatz von 20% Prozent angehoben.
Seit 01. Januar 2012 sind Einstellbetriebe verpflichtet 20 % Umsatzsteuer zu verrechnen.
Seit 01. Januar 2012 sind Einstellbetriebe verpflichtet 20 % Umsatzsteuer zu verrechnen.
Bislang unterlagen Pferde einem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 10%. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom Mai 2011 verstieß diese Ausnahmereglung, die übrigens in mehreren europäischen Ländern bestand, gegen europäisches Recht – nun hat der österreichische Gesetzgeber die Ausnahme weitgehend beseitigt und den erhöht.

Dieser gilt für die Lieferung lebender Pferde für den Reitbetrieb als auch für die Aufzucht, Unterbringung, Fütterung und Pflege von Reit- oder Rennpferden. Somit sind grundsätzlich auch Einstellbetriebe ab sofort verpflichtet, den 20 %igen Umsatzsteuersatz zu verrechnen – was vielerorts auch zu einer Erhöhung der Einstellgebühr geführt hat.

Ausnahmen

Der bisherige Steuersatz von 10% gilt nämlich weiter
  • für Pferde, die in landwirtschaftlichen Betrieben als Arbeitstiere eingesetzt werden oder
  • für Pferde, die zur Schlachtung bestimmt sind.
  • landwirtschaftliche Betriebe, die pauschaliert und nicht buchführungspflichtig sind.


Interessant für betroffene Reitbetriebe

Es ist möglich, das Liefern des Futters von der Einstellgebühr zu trennen und somit für das Futter weiter eine geringere Umsatzsteuer von 10% zu zahlen.
Vorausgesetzt wird dabei die genaue Auflistung und Abrechnung des benötigten Futters.

Bezüglich dieser neuen, aber doch recht aufwändigen Regelung wird dringend geraten sich an einen Steuerexperten zu wenden.



Aktualisiert am: 30.09.2014 11:15
 
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