Pfanzelt Moritz Fr 50 im Fahrbericht

Moritz als Begleiter im Wald kann das Pferd ersetzen, jedoch keinen Forstarbeiter. Der kleine, ferngesteuerte Geräteträger von Pfanzelt kann aber viel mehr als ein Pferd. Wie diese Fällraupe bei der Waldarbeit einsetzbar ist, verraten wir in unserem Fahrbericht.

Die Fällraupe Moritz kann auch beim Rücken ein wertvoller Helfer sein.
Die Fällraupe Moritz kann auch beim Rücken ein wertvoller Helfer sein.
Waldarbeit ist gefährlich! Leider wurde das in den letzten Monaten immer wieder durch tödliche Unfälle bestätigt. Aus Sicherheitsgründen wird daher bei Schlägerungsarbeiten vor allem im Laubholz immer öfter eine Seilwinde empfohlen, manchmal auch schon vorgeschrieben. Oft ist der Einsatz eines Traktors mit Dreipunkt-Seilwinde nicht möglich. Das war der Anstoß für den bayerischen Forstspezialisten Pfanzelt, ein kleines, bewegliches und leichtes Fahrzeug mit einer Seilwinde zu entwickeln. Das Ergebnis ist ein ferngesteuertes Raupenfahrzeug mit einem Eigengewicht von nur 1,4 Tonnen. Es hört auf den Namen Moritz.

Kompakt, aber standfest
Das Fahrwerk besteht aus zwei 25 Zentimeter breiten Gummiraupen mit Ackerstollenprofil. Je nach Einsatzschwerpunkt kann man zwischen zwei Längen wählen: 1,5 m oder 1,7 m wie bei unserem Probeeinsatz. Der Bodendruck beträgt mit den kurzen Laufbändern nur 0,3 kg/cm². Das ist weniger als der Bodendruck eines durchschnittlichen Menschen.
Dank großer Bodenfreiheit und Böschungswinkel kann Moritz auch große Hindernisse überfahren.
Dank großer Bodenfreiheit und Böschungswinkel kann Moritz auch große Hindernisse überfahren.
Ein großer Pluspunkt, der laut Hersteller von Kunden immer wieder hervorgehoben wird.

Stufenlos bis 6,5 km/h
Seine Kraft schöpft Moritz aus einem Vierzylinder- Dieselmotor von Kubota. Er hat 1,5 Liter Hubraum und leistet 26 kW/35 PS. Der auf der rechten Seite angebrachte Kraftstofftank fasst 36 Liter. Laut Hersteller begnügt sich Moritz mit etwa einem Liter Sprit pro Stunde. Auf derselben Seite dahinter befindet sich auch der 40 Liter große Hydrauliköltank.
Der hydrostatische Fahrantrieb hat zwei Geschwindigkeitsstufen. In der schnellen Stufe fährt die Raupe bis zu 6,4 km/h schnell. Die Höchstgeschwindigkeit ist so gewählt, dass man bei der Anfahrt zum Einsatzort zu Fuß gut mitkommt.

Alle Fahrzeug- und Seilwindenfunktionen lassen sich per Funk steuern.
Alle Fahrzeug- und Seilwindenfunktionen lassen sich per Funk steuern.
Multifunktionaler Anbauraum
Moritz wurde grundsätzlich für den Seilwindeneinsatz mit einer dafür optimierten Schwerpunktlage konzipiert. Die Seilwinde ist über ein Schnellwechselsystem mit dem Fahrzeug verbunden und lässt sich in wenigen Schritten abbauen.
Mit der optionalen Dreipunkt-Aufnahme der Kat. 1 und verschiedenen Ausstattungen können dann z.B. ein Mulcher oder auch andere Geräte angebaut werden.

Hydraulische 5-Tonnen-Winde
Pfanzelt bietet für den Moritz wahlweise eine mechanische oder eine hydraulische Winde mit rund 110 m Seil an: mechanisch 4 t, hydraulisch 4 oder 5 t. In unserem Fall war eine hydraulische 5-Tonne-Winde mit einer Seileinlaufbremse montiert.
Setzt man Moritz richtig ein, wird die Waldarbeit nicht nur einfacher, sondern auch sicherer. Unserem Testfahrer hat die Arbeit mit der Fällraupe auch Spaß gemacht.

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Aktualisiert am: 23.03.2018 15:48

Bildbericht: Pfanzelt Moritz Fr 50

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Gebrauchte Pfanzelt Forsttechnik