Petition für Senkung des Schutzstatus von Wölfen

Der hohe Schutzstatus von Wölfen in der Europäischen FFH-Richtlinie soll herabgesetzt, Problemtiere leichter entnommen und der Alpenraum „wolfsfrei“ werden. Salzburgs Schaf- und Rinderzüchter haben dazu eine Petition gestartet.
Der wolf verursacht immer mehr Probleme. (Foto: Randy van Domselaar/shutterstock.com)
Der wolf verursacht immer mehr Probleme. (Foto: Randy van Domselaar/shutterstock.com)
Nationalrat Franz Eßl fordert gemeinsam mit dem Salzburger Landesverband für Schafe und Ziegen sowie dem Rinderzuchtverband in einer Petition die Abänderung der FFH-Richtlinie betreffend den Schutz von Wölfen. Darin heißt es unter anderem, dass „ein flächendeckender Schutz vor Wölfen aufgrund der geographischen und topographischen Gegebenheiten wirtschaftlich nicht möglich aber auch technisch in der Praxis nicht realisierbar“ sei. Angesichts der jüngsten Risse im Bundesland soll fordern die Unterzeichner, die Richtlinie dahingehend zu ändern dass „zu Schaden gehende Wölfe“ zeitnah entnommen und eine Rudelbildung in Salzburg verhindert werden kann.

Wölfe nur in festgelegten Gebieten
Die europäische Wolfspopulation müsse als Ganzes betrachtet werden, nicht auf Ebene der einzelnen Mitgliedsstaaten, und sei als solche nicht gefährdet, heißt es in der Petition. Der strenge Schutzstatus müsse daher gelockert werden und dürfe nur noch „in festgelegten Gebieten“ gelten, so die Forderung. Die Petition wurde bereits dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zugewiesen und steht am 18. Dezember auf der Tagesordnung.

Landtag Kärnten beschließt Forderungen
Auch in Kärnten hat die Landwirtschaftskammer bereits im Mai 2018 gemeinsam mit dem Almwirtschaftsverein, den Zuchtverbänden und der Jägerschaft eine ähnliche Wolfs-Petition an die Kärntner Abgeordneten gerichtet. Neben der Senkung des Schutzstatus des Wolfs forderten die Organisationen, dass die Weide- und Almwirtschaft auch in Zukunft ohne aufwendige Herdenschutzmaßnahmen (Herdenschutzhunde, Zäunungen, ständige Behirtung) möglich sein sollte und das Land Kärnten die Haftung für sämtliche Schäden, die durch Großraubwild an landwirtschaftlichen Nutztieren verursacht werden, übernehmen müsse. Nun hat der Landtag diese Forderungen in einem Beschluss einstimmig übernommen. Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler fordert als nächsten Schritt einen entsprechenden Beschluss im Kreis der Bundesländer. Erst dann könnte Österreich dieses Anliegen bei der Europäischen Kommission vorbringen, die letztlich für die Senkung des Schutzstatus zuständig ist.

Hier geht’s zur aktuellen Petition für ein wolfsfreies Salzburg

Autor: Birgit Lang
Aktualisiert am: 31.10.2018 14:15
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