Pendeltür Praxistest Schauer Typ Swing

Die Pendeltür „Typ Swing“ zeichnet sich durch eine massive Ausführung und einfache Funktionen aus. Im „Landwirt“-Test werden die Eigenschaften der neuen Pendeltür analysiert.
Die Pendeltür der Firma Schauer sieht auf den ersten Blick standardmäßig aus, sie bietet aber viele kleine Vorteile.
Die Pendeltür der Firma Schauer sieht auf den ersten Blick standardmäßig aus, sie bietet aber viele kleine Vorteile.
Die Pendeltür „Typ Swing“ wird in der Breite variabel für einen 65 bis 75 cm breiten Besamungsstand mit mittigem Durchstieg, aber auch für einen nur 55 bis 65 cm breiten Fressstand ohne Durchstieg angeboten. Durch die robuste U-förmige Rahmenkonstruk tion der Pendeltür – ein verzinktes Stahlrohr mit einem Durchmesser von 42 mm – sind Verformungen durch massive Kraftanwendungen der Sauen quasi unmöglich. Die vertikalen Innenstreben der Tür sind leicht nach innen gekröpft, sodass die Sau beim Abliegen am Rahmen der Pendeltür vorbeigleitet und so eine Verletzung des Schwanzbeins vermieden wird. Außerdem verfügt die Tür über keine Ecken und Kanten, was die Verletzungsgefahr vermindert.

Hier sehen Sie die Funktionsweise der Schauer Pendeltür "Typ Swing".
Hier sehen Sie die Funktionsweise der Schauer Pendeltür "Typ Swing".
Funktionen
Die Pendeltür „Typ Swing“ kann für kombinierte Deck- und Warteställe verwendet werden, in denen die Sauen für einige Zeit in den Kastenständen fixiert werden und in der restlichen Phase frei in der Gruppe laufen. Die Pendeltür verfügt über drei Funktionen. Die Ausgangsfunktion für die Gruppenhaltung ist die Funktion „Pendeln“. Die Sauen können die Pendeltüren nach innen und außen drücken und somit die Sauenstände jederzeit betreten und verlassen. Werden über einen zentralen Hebel die Fangklauen an den Pendeltüren um eine Stufe nach unten gesenkt, so können die Türen nur nach innen geöffnet werden. Die Sauen können den Kastenstand betreten, ihn aber nicht mehr verlassen. Diese „Fangfunktion“ wird verwendet, wenn die Sauen vor Behandlungen fixiert werden müssen. Werden die Fangklauen über den Handhebel weiter nach unten gesenkt, so rasten die U-förmigen Klauen zur Gänze auf den Rahmen der Pendeltüren ein und die Türen sind fixiert. Diese „Sperrfunktion“ wird verwendet, wenn eine Sauengruppe längere Zeit im Stand fixiert bleibt, beispielsweise während der Besamung. Auch die Fixierung einzel ner Sauen oder umgekehrt das „Pendeln“ einzelner Stände ist möglich, indem man die Verriegelungseinheit der jeweiligen Fangklaue umstellt. Die Bedienung des Handhebels kann sowohl von vorne als auch von hinten erfolgen. Pro Handhebel können problemlos zehn Sauenstände „geschaltet“ werden. Optional kann die Bedienung auch pneumatisch mittels Luftzylinder erfolgen.

Nachdrängen bleibt ein Problem
Das Problem des Nachdrängens von Sauen in einen besetzten Stand kann – wie die meisten anderen Pendeltür-Fabrikate – aber auch die Pendeltür „Typ Swing“ nicht lösen. Sowohl bei der Funktion „Pendeln“ als auch bei der Funktion „Fangen“ kann eine Sau in einen besetzten Kastenstand nachdrängen. In der Praxis ist zu beobachten, dass die Sauen den Stand meist wieder rasch verlassen und keine Turbulenzen entstehen. Trotzdem besteht ein gewisses Restrisiko, dass es dadurch zu Rangeleien kommen kann. Entwicklungen an aufwändigeren und teureren Pendeltürsystemen
haben zum Schluss geführt, dass neue Probleme entstehen, wie das Nach-außen-Öffnen der Tür durch den Rüssel oder das Aussperren durch Sauen, die den Stand nur bis zur Hälfte betreten und dann wieder verlassen (siehe Ausgaben 18, 20 und 22).

Weitere Informationen wie Kosten, Material und unsere Bewertung der Schauer-Pendeltür finden Sie in der Ausgabe 24 des "Fortschrittlichen Landwirts".

Hier kommen Sie zum Bildbericht über die Schauer-Pendeltür.


Aktualisiert am: 06.12.2011 14:40
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