Paradeiser ist Lieblingsgemüse der Österreicher

Paradeiser sind unbestritten das Lieblingsgemüse der Österreicher/-innen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt laut Statistik Austria seit Jahren stabil bei rund 25 kg. Die größten Anbauflächen befinden sich im sonnigen Burgenland, gefolgt von Wien und der Steiermark.
Die Paradeiser können bekanntlich roh oder verarbeitet genossen werden. Neben den klassischen Produkten erfreuen sich auch Chutneys und Paradeismarmeladen immer größerer Beliebtheit.
Die Paradeiser können bekanntlich roh oder verarbeitet genossen werden. Neben den klassischen Produkten erfreuen sich auch Chutneys und Paradeismarmeladen immer größerer Beliebtheit.
Im Jahr 2010 wurden von den heimischen Konsumenten Paradeiser im Wert von ca. 87 Mio. Euro gekauft. Diese Frucht führt damit das Ranking der beliebtesten Gemüsearten an. Innerhalb des Frischgemüses haben Paradeiser beim Einkauf einen Anteil von 15% in der Menge und 19% im Wert. Der 8. August wurde zum Tag des Paradeisers erklärt

Tiroler und Familien sind eifrigste Paradeiser-Käufer
Der Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch an Paradeisern lag 2009/2010 wieder bei rund 25 kg (Statistik Austria). Damit verspeisten die Österreicher/-innen immerhin 10 kg mehr als noch vor zehn Jahren. Der Paradeiser ist definitiv ein Kind des Hochsommers: Jeweils im 2. Jahrestrimester, also zwischen Mai und August, werden mit Abstand die meisten Früchte verkauft. Nach Käuferreichweiten betrachtet, sind es die Tiroler, die 2010 im Lebensmittelhandel am häufigsten zu Paradeisern griffen, die Oberösterreicher am wenigsten oft. Unter den verschiedenen Haushaltstypen sind es junge Familien mit Kind, die die roten Früchte am öftesten in den Einkaufskorb legen. Die Preise haben sich Anfang 2011 wieder etwas erholt, konnten aber die Werte der vorangegangenen Jahre nicht ganz erreichen.
Vielfalt in jeder Hinsicht
Mittlerweile gibt es weltweit tausende Paradeisersorten in allen Größen, Farben und Formen. Ursprünglich kommt der Paradeiser, auch Tomate genannt, aus Peru und Ecuador, er wurde dann in Mexiko erstmals kultiviert. Die Azteken nannten ihn "Tomatl". In Europa bekam er anfangs den Namen Liebes-, Gold- oder Paradiesapfel. Die Österreicher machten dann den Paradeiser daraus, der bis in das 19. Jahrhundert hinein verdächtigt wurde, nach dem Verzehr einen regelrechten "Liebeswahn" auszulösen.


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Aktualisiert am: 05.08.2011 10:53
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