PRRS-Virus: Was die Amerikaner gegen den Virus unternehmen

Das PRRS-Virus sorgt bei den Bauern in Europa in der Ferkelproduktion und Schweinemast für Verluste und schlechte Tageszunahmen. In den USA plagt die Schweineproduktion ein ganz besonders aggressiver Typ des PRRSV.
“Bei einem Eintrag eines neuen Virusisolates in einen Bestand wird mit Verlusten von etwa 250 US-Dollar pro Sau gerechnet. Daher kann ein neuer Viruseintrag das Aus für einen Betrieb bedeuten.“

Biosecurity-Maßnahmen schützen Tierbestände vor Krankheitserregern

Der PRRS-Virus bereitet den Schweinehaltern weltweit große Probleme. Die österreichischen Schweine-Besamungsstationen sind PRRS-frei und der Status wird mittels Blutuntersuchungen regelmäßig überprüft.
Der PRRS-Virus bereitet den Schweinehaltern weltweit große Probleme. Die österreichischen Schweine-Besamungsstationen sind PRRS-frei und der Status wird mittels Blutuntersuchungen regelmäßig überprüft.
Gründe genug für die US-amerikanischen Schweinehalter, ein strenges Reglement einzuführen, um den Neueintrag von PRRSV in den Bestand zu vermeiden. Das Reglement sieht bestimmte Biosecurity-Protokolle vor, die vor allem die Bereiche Abschirmung, Hygieneschleuse, Transport und den Neuzukauf bzw. den Spermazukauf betreffen. Basis einer erfolgreichen PRRSV-Bekämpfung ist in vielen Fällen die 200 Tage Herdenschließung. Es werden keine Tiere zugekauft. „Gleichzeitig wird der PRRS-Status der Bestandssauen gleichgeschaltet, was in der Regel bedeutet, dass alle Tiere im Betrieb zeitgleich PRRS-positiv sind. Dazu werden alle Tiere mit einem Lebendimpfstoff vakziniert. Alternativ können PRRS-freie Bestandssauen auch eine Injektion mit Blut von PRRSV-positiven Tieren aus dem eigenen Bestand erhalten. Eine solche Immunisierung ist in Deutschland verboten. Nach der 200-Tage-Sperre „wird mittels PCR-Untersuchung von Blutproben überprüft, ob noch Viren im Betrieb zirkulieren.“

Strenge Hygienemaßnahmen zum Schutz der Tierbestände

Strengste Biosecurity-Protokolle, die den Eintrag des Virus in den Bestand vermeiden (Luftfilter, Hygieneschleusen für Mensch und Gerätschaften, strenges Rein-Raus-System mit konsequenter Reinigung, Desinfektion und einer ausreichend langen Wartezeit zum Abtrocknen der Stalleinrichtung) sowie der Zukauf von Sauen aus nachgewiesenermaßen PRRSV-freien Betrieben und Sperma aus PRRSV-negativen Eberstationen sorgen dafür, dass der sanierte Betrieb weiterhin PRRS-frei bleibt. Um einen Neueintrag über Transporter oder Tierkörperbeseitigungsfahrzeugen zu vermeiden, kommen
in den USA Kadaverkompostierung sowie spezielle Wasch- und Trockenplätze für Transporter zum Einsatz, in welchen die Fahrzeuge gereinigt, desinfiziert und über Nacht getrocknet werden können. Da auch Insekten für die Übertragung des PRRS-Virus in einem Radius von 2,4 in Betracht kommen, hat sich der Einsatz von Insektenschutzgittern bewährt. Selbst über die Luft ist ein Transport des Virus über eine Strecke von fast 10 km nachgewiesen worden. hier wurden mit großem Erfolg Luftfilter eingesetzt, die die Infektionskette unterbrechen. (Quelle: deuka.de)


Aktualisiert am: 04.03.2011 15:17
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