Oxidativen Stress bei Milchkühen verhindern

Landwirte und Fütterungsberater drehen an vielen kleinen Schrauben, um Milchkühe profitabel zu halten. Oxidativen Stress bei Kühen zu verhindern ist eine weitere.
Nehmen belastende Situationen überhand, wirkt sich das negativ auf die Leistung der Tiere aus.
Nehmen belastende Situationen überhand, wirkt sich das negativ auf die Leistung der Tiere aus.
Stress ist eine Aktivierungsreaktion des Körpers auf neue Anforderungen und Bedrohungen. Eine besondere Form von Stress ist der oxidative Stress. Dieser wirkt direkt auf die Zellen des Körpers und schädigt sie. Der Schaden entsteht durch freie Radikale, die bei sauerstoffumsetzenden Stoffwechselprozessen (=Oxidation) ständig freigesetzt werden. Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Teilchen, welche direkt die Zellmembran angreifen und zerstören. Man kann die freien Radikale mit Müll vergleichen, der bei Atmungsprozessen mit Sauerstoff ständig entsteht und entsorgt werden muss. Diese Entsorgung erledigen Antioxidantien, welche die Radikale (=Müll) binden und entgiften. Sind nun freie Radikale und Antioxidantien im Ungleichgewicht, spricht man von oxidativem Stress. Nehmen belastende Situationen überhand, wirkt sich das negativ auf die Leistung der Tiere aus.

Gesundheit und Abwehrkraft stärken
Vitamin E und Vitamin C sind nicht enzymatische Antioxidantien. Sie werden sehr oft auch mit einer guten Immunität, Abwehrkraft und Gesundheit von Milchkühen in Verbindung gebracht. Natürliche Antioxidantien sind zum Beispiel Flavonoide, die in Traubenkernen sehr konzentriert vorkommen.

Autor: DI Christian Punz, Biomin Holding GmbH

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 10 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:


Aktualisiert am: 07.05.2012 14:42
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