Osterschinken nach alter Tradition

In der Steiermark gibt es wohl kein Osterfest ohne den berühmten Osterschinken. Zehn Fleischveredelungsbetriebe im steierischen Vulkanland setzten nun ein gemeinsames Zeichen um diese Tradition den Menschen wieder näher zu bringen.
Vorbereitung für das Osterfleisch: Alois Monschein beim Einsalzen des Osterfleisches.
Vorbereitung für das Osterfleisch: Alois Monschein beim Einsalzen des Osterfleisches.
„Kein Ritual ist so tief in der Bevölkerung verankert, wie die Osterfleischweihe“, ist Vulkanland-Obmann Josef Ober überzeugt. Osterfleisch und die Fleischweihe hat in der Steiermark lange Tradition.

Hier setzen nun zehn Fleischveredelungsbetriebe ein gemeinsames Zeichen. „Wir stehen für die Genussregion Steirischer Vulkanlandschinken und wollen die Fleischveredelung als besondere Handwerkskunst ins Bewusstsein der Menschen zurückbringen“, formuliert Alois Monschein aus Maggau im Schwarzautal das Ziel der Gruppe. Monschein ist Direktvermarkter aus Leidenschaft, hat sich seit einem Jahrzehnt der Freilandhaltung verschrieben und achtet bei der Schlachtung nach alter Tradition auf die Mondphasen. Gemeinsam mit seinen neuen Kollegen demonstrierte er am eigenen Betrieb die Osterfleischproduktion. Alte, überlieferte Rezepte, hervorragende Fleischqualität und viel Gespür in der Reifung sind Voraussetzung für gutes Osterfleisch.

„Bei uns wird das Fleisch nicht gepresst, nicht gerollt und schon gar nicht gespritzt“, verdeutlicht Monschein das Qualitätsbekenntnis der Betriebe. Nicht nur Landwirte sind Teil der Gemeinschaft. Mit Vulcano, Eduard Thaller aus Markt Hartmannsdorf und Karl Turza aus Ilz sind auch Gewerbebetriebe mit Begeisterung dabei. „Dabei ergänzen in der Genussregion den Schinken vom Schwein jene vom Rind und vom Schaf“, demonstrierte Turza die Offenheit der Gruppe. Ziel ist auch die Vertiefung der Philosophie, ähnlich den Weinbauern. Turza: „Wir müssen für unsere hohe Qualität beim Konsumenten eine neue Sprache finden, um die Wertigkeit ins Bewusstsein der Kunden zu bringen.“ Voneinander zu lernen und gemeinsam die regionale Qualität sichtbar zu machen, ist den Produzenten ein Hauptanliegen.

Die Schinkenbauern der Schinkenregion Steirisches Vulkanland: Johann Ettl, Josef Kaufmann, Franz Habel, Josef Maurer, Alois Monschein, Manfred Niederl, Stefan Pucher, Manfred Schadler, Eduard Thaller, Karl Turza.


Aktualisiert am: 05.03.2012 09:33
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