Organische Säuren in der Schweinefütterung

Im ersten Teil des Beitrages geht es um die Wirkungsweise, der 2. Teil in der nächsten Ausgabe befasst sich mit den praktischen Einsatzmöglichkeiten.
Organische Säuren können in die Zellen von Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen eindringen und diese schädigen. Nach dem Verbot der antibiotischen Leistungsförderer gewinnen Säuren somit als Alternative in der Ferkelaufzucht an Bedeutung.
Organische Säuren können in die Zellen von Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen eindringen und diese schädigen. Nach dem Verbot der antibiotischen Leistungsförderer gewinnen Säuren somit als Alternative in der Ferkelaufzucht an Bedeutung.
Organische Säuren können in Reinform sowohl in flüssiger als auch in fester Form vorliegen. Werden flüssige Säuren auf spezielle Trägerstoffe wie aufgeweitete Tonminerale aufgetragen, dann werden diese Säuren langsam über den gesamten Verdauungstrakt abgegeben. Dadurch gelangen mehr Säuren in die hinteren Abschnitte des Verdauungstraktes (hinterer Dünndarm und Dickdarm). Durch Fettcoatings (Fettummantelungen der Säuren) kann zusätzlich Säure ohne Beeinflussung des Geschmackes vom Schwein aufgenommen werden. Erst im Dünndarm werden nach der Zugabe von Fett spaltenden Enzyme aus dem Gallensaft die Fettcoatings aufgespalten und die Säuren freigegeben.

Autor: Dipl. Ing. Alois Ch. GIMPLINGER, BIOMIN GmbH, Herzogenburg


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Aktualisiert am: 27.01.2006 11:19
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