Optimale Temperaturen im Schweinestall

Gerade in den Wintermonaten ist es in vielen Ställen schwierig, das optimale Stallklima herzustellen und zu erhalten. Neben der Luftqualität spielt hier vor allem die optimale Temperatur eine große Rolle. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es dazu gibt und wie diese in der Praxis umgesetzt werden können, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Tiere bevorzugen dich aneinander gedrängtes Liegen, um sich gegenseitig zu wärmen.
Tiere bevorzugen dich aneinander gedrängtes Liegen, um sich gegenseitig zu wärmen.
Viele Ergebnisse weisen in die Richtung, dass innerhalb gewisser Grenzen (in der Endmast beispielsweise zwischen 18 bis 24 °C) die absolute Temperatur eine eher untergeordnete Rolle spielt, wenn die Regelvorgaben konsequent und systemgerecht eingehalten werden. Es konnte auch belegt werden, dass Schweine mit vergleichsweise großen Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden sehr gut zurecht kommen, wenn diese gleichmäßig, einer Sinuslinie gleich, erfolgen. Es scheint vielmehr lohnend, der Frage nachzugehen, ob ein gewisser erlebbarer Temperaturreiz dem Wohlbefinden der Tiere eher zuträglich ist als ständig absolut konstante Temperaturen.

Wichtiger als die absolute Temperatur selbst innerhalb des angeführten Bereiches ist sicherlich das Handling der gesamten Regeltechnik. Bei einer immer wieder vorzufindenden Spreizung von weniger als 5 °C – nicht selten nur 1,5 bis 2 °C – kommt es unnötigerweise zu teilweise hohen kurzfristigen Temperaturschwankungen. Wenngleich etwas mehr Mut zur Veränderung und Anpassung der Einstellungen empfehlenswert wäre, muss nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass alle Änderungen in kleinen Schritten erfolgen müssen. Insbesondere bei einer Senkung der Solltemperatur sollten die Einzelschritte maximal 0,5 °C betragen.


Autor:
Aktualisiert am: 18.02.2005 12:39
Landwirt.com Händler Landwirt.com User