Ohne Plage auf die Waage

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Sortierverluste gehen ins Geld. Wiegen ist Arbeit, die Zeit braucht. Ein Zeitaufwand, der sich unterm Strich rechnet. Mit der richtigen Technik lässt sich der Zeitaufwand minimieren und die Sortierqualität verbessern.
Richtig Sortieren bringt Geld. (Foto: Archiv)
Richtig Sortieren bringt Geld. (Foto: Archiv)
In der Schweinemast führen enge Gewichtskorridore der Schlachtmasken leicht zu 10 Euro Abzug je Mastschwein. Erfahrene Berater schätzen, dass durchschnittlich 5 Euro je Mastschwein verloren gehen, weil diese zu leicht oder zu schwer verkauft werden. Die so entstehenden Verluste sind nicht nur auf eine Jahresmenge eines Betriebes bezogen gerechnet horrend. In mageren Zeiten ist damit schnell der ganze Gewinn weg. Heute trägt auch das hohe Zunahmeniveau der Mastschweine dazu bei, dass die Schweine in kurzer Zeit über die Gewichtsgrenzen „hinausschießen“. Die Schlachtschweine werden deshalb nach der Vorausstallung in der Regel im Wochenabstand ausgestallt. Bei einer Sortierung mit bloßem Auge entstehen dabei häufig Sortierverluste. Wegen des hohen Arbeitsaufwandes wird es häufig unterlassen, die Schweine einzeln zu wiegen. Der dabei zu schulternde Arbeitsaufwand ist deshalb so hoch, weil das Wiegen auf konventionellen
Einzeltierwaagen nur schwer und gegen den Widerstand der Tier erfolgen kann. Meist ist es nur unter Aufwendung von massivem Druck möglich, die ausgemästeten Schweine auf einer Waage außerhalb ihrer vertrauten Bucht zu wiegen. Ein erster Schritt zur Vereinfachung der Gewichtserfassung sind sogenannte Durchlaufwaagen, weil sie die Gruppendynamik der Schweine beim Laufen nutzen. Die Schweine werden im Laufen zum Beispiel auf dem Zentralgang gewogen. Das gelingt nur ohne Türen und ohne große Niveauunterschiede zwischen Waagen- und Stallboden. Gleichzeitig sollten die Waagen nicht viel schmaler sein als die Gänge breit sind. Sofern die Platzverhältnisse auf dem Stallgang ausreichend sind, können drei Personen Vortrieb, Markierung nach Gewicht und gegebenenfalls Selektion in vergleichsweise hoher Geschwindigkeit durchführen. Ein wesentlicher Entwicklungsschritt wäre es, wenn die Schweine zur Gewichtserfassung gar keine Wiegevorrichtung betreten sowie die Bucht nicht mehr verlassen müssten. Dies ist bei Entwicklungen zur mobilen Gewichtserkennung mittels Handscanner der Fall.

Den Artikel von Eckhart Meyer in voller Länge und mit detaillierten Tipps zur Sorierung finden sie in der LANDWIRT Ausgabe 11/2018 Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 11/2018 (solange der Vorrat reicht)


Aktualisiert am: 19.05.2018 08:22