Österreichs Milchbauern planen für die Zukunft

Die Milch bleibt am Berg und der Strukturwandel wird sich eher nicht beschleunigen. Das sind die wichtigsten Aussagen einer Praxisbefragung.

Vor allem hohe Preise für Milchquoten erschweren derzeit größere Wachstumsschritte.
Vor allem hohe Preise für Milchquoten erschweren derzeit größere Wachstumsschritte.

Eine Beschleunigung des Strukturwandels kann aus den Ergebnissen nicht abgeleitet werden. Etwa 77 % wollten in den nächsten Jahren die Milchproduktion zumindest im bisherigen Umfang weiterführen, hochgerechnet wären das etwa 45.000 Betriebe. Die oft geäußerte Ansicht, dass die Milchproduktion künftig aus dem Berggebiet abwandert, kann nicht bestätigt werden. Im Gegenteil, die Milchproduktion wird sich wie schon in der Vergangenheit noch stärker in das Berggebiet verlagern. Die Zunahme geht jedoch fast ausschließlich auf das Konto der „Gunstlagen im Berggebiet“ (Erschwerniskategorien eins und zwei).
In Zukunft wird es eine noch stärkere Differenzierung von wachstumsorientierten, spezialisierten Milchkuhbetrieben einerseits und kleineren, einkommenskombinierten Milchkuhbetrieben andererseits geben. Maßnahmen der Agrarpolitik und der Beratung zur Verbesserung der Wettbewerbsposition müssen künftig noch stärker den Anforderungen der jeweiligen Betriebsausrichtung entsprechen.


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Aktualisiert am: 01.10.2003 14:44
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