Österreichs Milchbauern haben 2008/09 ihre Quoten um 33.033 t überschritten

Für ihre Überlieferungen im Milchwirtschaftjahr 2008/09 müssen Österreichs Milchbauern für eine geringe Quotenüberschreitung 5,775 Cent / kg bezahlen. Für Überlieferungsmengen von mehr als 16,47 % wird eine Superabgabe von 8,25 Cent verrechnet.
Die österreichischen Milchbauern haben im Ende März abgelaufenen Quotenjahr 2008/09 die zur Verfügung stehende Anlieferungs-Garantiemenge um insgesamt 33.033 t oder 1,2 % überschritten. Daraus
Österreichs Milchbauern müssen für 2008/09 eine Überschussabgabe von 9,2 Mio. Euro an die EU abführen.
Österreichs Milchbauern müssen für 2008/09 eine Überschussabgabe von 9,2 Mio. Euro an die EU abführen.
resultiert eine Überschussabgabe in der Höhe von 9,2 Mio. Euro, die an die EU abzuführen ist. Für geringere Quotenüberschreitungen ist dabei eine Zusatzabgabe von 5,775 Cent/kg zu zahlen, für Überlieferungsmengen von mehr als 16,47 % wird eine "Superabgabe" von 8,25 Cent/kg verrechnet. Dies geht aus den endgültigen Ergebnissen für das Quotenjahr 2008/09 hervor, die nunmehr von der Agrarmarkt Austria veröffentlicht wurden.

Überschussabgabe von 9,2 Mio. Euro fällig
Laut AMA stand im abgelaufenen Milchwirtschaftsjahr eine nationale Quote für Lieferungen an Molkereien (A-Quote) in der Höhe von 2,755.299 t zur Verfügung. Inklusive der Umwandlungen von Direktvermarktungsquoten in A-Quoten (beziehungsweise umgekehrt) ergab sich eine gesamte verfügbare Lieferquote von 2,755.036 t. Tatsächlich wurden von den heimischen Milchbauern nur 2,711.100 t geliefert. Da jedoch der Fettgehalt dieser Rohmilch mit durchschnittlich 4,2 % über dem Referenzwert von 4,03 % lag, ergab sich daraus ein Zuschlag im Umfang von knapp 77.000 t, womit sich die fettkorrigierte Anlieferung auf 2,788.068 t summierte. Daraus resultiert eine saldierte Überlieferung von 33.033 t. Multipliziert mit 27,83 Cent je kg ergibt sich eine Überschussabgabe von insgesamt 9,2 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im vorangegangenen Quotenjahr 2007/08 betrug diese Abgabe rund 23,7 Mio. Euro.

Höhere Überlieferungen werden schärfer geahndet
Seit dem Quotenjahr 2006/07 werden in Österreich stärkere Überlieferungen mit einer höheren Zusatzabgabe belegt, um die Mengensteuerung besser in den Griff zu bekommen. Dazu wird in einem komplizierten Berechnungsverfahren ein sogenannter "Zuweisungs-Prozentsatz" ermittelt, der diesmal 16,4721 % ausmacht. Für Überlieferungen bis zu diesem Prozentsatz zahlen die Bauern eine Basis-Überschussabgabe von 5,775 Cent je kg. Für Mengen, die darüber liegen, wird eine höhere Zusatzabgabe von 8,25 Cent je kg verrechnet. Im abgelaufenen Quotenjahr 2008/09 waren unter insgesamt 42.007 bäuerlichen Milchlieferanten 21.281, die ihre Kontingente um insgesamt 147.523 t überschritten und 19.175, die sie um 113.952 t unterliefert haben; weitere 1.551 Lieferanten hielten ihre A-Quote exakt ein.

Erhöhte Superabgabe für starke Überlieferer
Von den Betrieben, die ihre Quoten überschritten haben, zahlen 16.697 eine Basis-Überschussabgabe im Gesamtwert von knapp 4,2 Mio. Euro. Weitere 4.584 Betriebe haben ihre Quoten stärker übertroffen und werden daher mit einer erhöhten Zusatzabgabe von insgesamt 5,1 Mio. Euro belastet. Diese Abgabe ist von den Molkereien einzuheben und an den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft abzuführen. (aiz)


Aktualisiert am: 01.07.2009 14:11

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