Österreichischer Walddialog

Der Österreichische Walddialog wurde vor sechs Jahren mit dem Ziel gestartet, die Bedeutung des Waldes für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Der österreichische Walddialog will die vielfältigen forstlichen Leistungen optimieren.
Der österreichische Walddialog will die vielfältigen forstlichen Leistungen optimieren.
"Es ist uns allen bewusst, dass der Forstsektor angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation und des Klimawandels vor neuen, großen Herausforderungen steht, auf die wir jetzt die richtigen Antworten geben müssen“, betonte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich anlässlich des 5. Runden Tisches des Österreichischen Walddialogs in Wien. Der Runde Tisch, an dem Vertreter von rund 40 verschieden Institutionen teilnehmen, konnte eine positive Bilanz ziehen. Das in dieser Runde erstellte Waldprogramm wird mit über hundert Einzelmaßnahmen wirksam umgesetzt.



Forst- und Holzwirtschaft beleben

Die aktuelle Wirtschaftskrise führt in vielen Bereichen der Holzindustrie zu Absatzrückgängen, deren volles Ausmaß noch nicht absehbar ist. Die Forstwirtschaft ist daher mit Holzpreisen konfrontiert, die es in ungünstigen Lagen nicht mehr erlauben, positiv zu wirtschaften. Berlakovich setzt in diesem Zusammenhang große Erwartungen in das Investitionsprogramm der Bundesregierung zur Konjunkturbelebung, weil dieses wesentliche Impulse für die Bauwirtschaft bringen und damit auch die Forst- und Holzwirtschaft beleben soll.

Ausbau der land- und forstwirtschaftlichen Schulen

"Ein Beitrag hierzu aus meinem Ressort ist der Ausbau der land- und forstwirtschaftlichen Schulen", so der Minister. Allein an der Forstschule Bruck/Mur sind Um- und Ausbauten - überwiegend unter Verwendung von Holz - mit einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 30 Mio. angelaufen.

Biomasse

Ein weiteres Thema ist die verstärkte Nutzung von Biomasse. Eine im Auftrag des Lebensministeriums durchgeführte Studie weist ein Mehrpotenzial an Biomasse von 5,7 bis 8,8 Mio. Erntefestmeter Holz pro Jahr bis 2020 aus. Damit könnten rund 1,1 Mrd. Kubikmeter Gas eingespart werden, was in etwa 12% des gesamten Gasverbrauches entspricht. "Wenn wir dieses Potenzial stärker ausschöpfen, leisten wir nicht nur einen wesentlicher Beitrag zur Unabhängigkeit im Energiebereich und zur Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum, sondern auch zur Erreichung der Klimaschutzziele", streicht Berlakovich hervor.


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Aktualisiert am: 03.04.2009 10:25
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