Österreichischer Fleischkonsum steigt

Innerhalb des Lebensmittelhandels hat sich der Fleischmarkt mit einem Wertplus von 8,1% überdurchschnittlich gut entwickelt. Qualität und Herkunft der Fleischprodukte werden immer wichtiger.
Im Lebensmittelhandel hat sich der Fleischmarkt mit einem Plus von 8,1% überdurchschnittlich gut entwickelt.
Im Lebensmittelhandel hat sich der Fleischmarkt mit einem Plus von 8,1% überdurchschnittlich gut entwickelt.
Als Verkaufsschlager hat sich dabei besonders zubereitetes Fleisch erwiesen. Mehr Fleischabsatz über den Lebensmitteleinzelhandel bedeutet auch mehr regionale Produkte auf den heimischen Tellern, da in der Gastronomie zirka 50% des Fleisches aus heimischer Produktion stammt, im Lebensmitteleinzelhandel schätzungsweise aber 90 – 95 % von unseren Bauern kommt.

Fleischmarkt entwickelt sich prächtig
Lebensmitteleinzelhandel und Fleischer-Fachhandel haben von Jänner-April um 5,6% mengenmäßig mehr an Fleisch und Geflügel abgesetzt als im Vergleichszeitraum zum Vorjahr 2008. Damit sind in der Zeit von Jänner bis April 2009 rund 41.560 Tonnen Fleisch im Wert von ca. 255 Mio. Euro über den Ladentisch gewandert.

Vorbereitetes Fleisch ist Top-Verkaufsschlager
Überdurchschnittlich gut entwickelt haben sich die Segmente Rind & Kalb mit einem Plus in der Menge von 10,6% und 10,3% im Wert. Schweinefleisch liegt mit einem Mengenzuwachs von 4,7% etwas unter der allgemeinen Entwicklung. Das Plus im Wert von 5,2% weist aber darauf hin, dass sich der sehr schlechte Schweinepreis ganz leicht erholt hat. Zum absoluten Verkaufsschlager haben sich alle vorbereiteten Fleischarten wie mariniertes Fleisch entwickelt. Davon wurde 2009 immerhin fast 16% mehr gekauft.

Aktionen als Konsumpuscher bei Fleisch
Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen wirken sich auch auf das Konsumverhalten aus. „Die Ausgaben verlagern sich vom Außerhaus-Konsum eher in die eigenen vier Wände. Je kleiner der finanzielle Spielraum ist, umso größer ist die Tendenz zum Kauf von Grundnahrungsmitteln, die dann selber zubereitet werden. Der Sektor Fleisch profitiert dabei besonders. Für unsere Bauern ist die Entwicklung auch deshalb erfreulich, weil im Lebensmitteleinzelhandel wesentlich mehr heimisches Fleisch verkauft wird als in der Gastronomie verwendet wird“, erläutert Mag. Michaela Schantl, Leiterin der AMA-Marktforschung, die Ergebnisse

Fleisch bringt´s und Werbung wirkt
„Fleisch erreicht zunehmend hohen Stellenwert im Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten. Es ist mehr den je Fixstarter für Menschen, die sich ausgewogen und genussvoll ernähren wollen. Auch – oder gerade in schwierigen Zeiten – möchte man nicht auf dieses wertvolle Lebensmittel verzichten. „Ich freue mich, dass offenbar auch unsere Werbekampagnen und Infomaßnahmen, wie z.B. der Grillclub, Ernährungsstudien, Medienkampagnen etc. greifen und unser Slogan ´Fleisch bringt´s` wirklich etwas bringt“, resümiert Dr. Rudolf Stückler, AMA-Manager für Fleisch und Fleischwaren. Immer öfter besteht auch der echte Wille, bei den Kaufentscheidungen tatsächlich auf Qualität und Herkunft zu achten, sehr oft aber fehlt die Orientierung im Dschungel der Kennzeichnungen. „Wer für sein Geld ´rundum ehrliche´ Produkte erstehen möchte, braucht nur auf das AMA-Gütesiegel und das AMA-Bio-Zeichen zu achten“, betont DI Martin Gressl, Leiter des AMA-Qualitätsmanagements.


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Aktualisiert am: 21.07.2009 11:15
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