Österreichische Schweineprüfanstalt feiert 10. Geburtstag

Zur 10-jährigen Jubiläumsfeier der Österreichischen Schweineprüfanstalt (ÖSPA) in Streitdorf traf sich am 30. September das „Who is Who“ der österreichischen Schweinebranche am „Kreuzstadlfest“ in Streitdorf.
BM Niki Berlakovich: "Ich zähle auf die Verbände."
BM Niki Berlakovich: "Ich zähle auf die Verbände."
Am 11. August 1999, dem Tag der totalen Sonnenfinsternis, wurden die ersten Ferkel im neu errichteten Ferkelaufzuchtstall in Streitdorf aufgestallt. Die Schweineprüfanstalt nördlich von Wien wurde damals als gesamtösterreichische Prüfanstalt auserkoren, nachdem zuvor vier Schweineprüfanstalten (STMK, OÖ, NÖ, BGL) von den jeweiligen Landwirtschaftskammern betrieben worden waren. Inzwischen wurden rund 35.000 Tiere in der ÖSPA geprüft Ein kleiner Teil der Kapazität wird auch dem Versuchswesen gewidmet. Derzeit plant die BOKU den mittlerweile 13. Versuch. Bundesminister Nikolaus Berlakovich stellte sich klar hinter die Arbeit der Verbände und kündigte eine weitere Unterstützung des Bundes für die Verbände an: „Man muss den Bauern trotz unserer Kleinstrukturiertheit eine Perspektive schaffen. Hier setze ich auf die Arbeit der Verbände.“

Von links: ÖSPA-Geschäftsführer Christian Draxl, BM Niki Berlakovich, VÖS-Obmann Walter Lederhilger, LK-Präsident NÖ Hermann Schultes, VÖS-Geschäftsführer Georg Mayringer
Von links: ÖSPA-Geschäftsführer Christian Draxl, BM Niki Berlakovich, VÖS-Obmann Walter Lederhilger, LK-Präsident NÖ Hermann Schultes, VÖS-Geschäftsführer Georg Mayringer
Zu bedenken gab der Bundesminister, dass die Krise mittlerweile den gesamten landwirtschaftlichen Sektor erfasst habe. Daher brauche es europäische Antworten. Er habe sich im Agrarministerrat für eine stärkere Marktbeobachtung und notfalls auch für Eingriffe in den Markt stark gemacht. Die frühere Auszahlung der Direktzahlung im Oktober sowie die mögliche Stundung von AIK Krediten bei Liquiditätsproblemen seien weitere Maßnahmen für die Landwirtschaft, so Berlakovich. Im Zusammenhang zur Tierschutzdebatte rund um die Ferkelkastration betonte der Minister, dass Auflagen mit Augenmaß durchgeführt werden müssen und keinesfalls über dem EU-Standard liegen dürfen.


Aktualisiert am: 14.10.2009 11:31
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