Österreichische Schlachtschweinepreise stabil

Am österreichischen Schlachtschweinemarkt halten sich Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht, der Preis ist stabil. In Deutschland dagegen wurde rückläufig notiert. Hier die Einschätzung der Marktexperten.
Der Schlachtschweinepreis für die KW 9 bleibt unverändert auf 1,56 Euro (Basispreis).
Der Schlachtschweinepreis für die KW 9 bleibt unverändert auf 1,56 Euro (Basispreis).
Überwiegend stabile Notierungen prägen derzeit den EU-Schlachtschweinemarkt. Zu den wenigen Ländern mit rückläufigen Preisen gehört Deutschland (-3 Cent), nachdem in der abgelaufenen Woche die marktführenden Verarbeiter Tönnies und Vion mit Hauspreisen unter der amtlichen Notierung agierten. Begründet wurde dies mit hohen Lagerbeständen, der aktuellen Exportschwäche Richtung Russland sowie mit der Beeinträchtigungen der Fleischgeschäfte durch die aktuelle Diskussion über nicht deklariertes Pferdefleisch.
In Österreich befinden sich Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht. Die leicht unterdurchschnittliche Menge an Schlachtschweinen findet quer durch die Abnehmerschaft problemlos ihre Käufer. Einmal mehr fungieren attraktive Preisaktionen im Lebensmitteleinzelhandel als Beschleuniger beim Absatz von Frischfleisch. Der auch hierzulande heftig diskutierte Kennzeichnungsskandal rund um Pferdefleisch hat das Interesse der heimischen Verbraucher am Fleischeinkauf bisher nicht merkbar gedrückt. Vor dem Hintergrund vermutlich ähnlicher Verhältnisse in dieser Woche wurde an der Schweinebörse die Notierung auf unverändertem Niveau fixiert. Der aktuelle Mastschweine-Basispreis liegt also bei 1,56 € je kg.
"Der Heimmarkt zeigt sich momentan - primär basierend auf schwächelndem Schweineangebot - stabil. Unüberhörbar sind allerdings die Bedenken des heimischen Fleischhandels, wonach ihm die Preisdruckangebote deutscher Mitbewerber Kopfzerbrechen bereiten", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.
Am deutschen Schlachtschweinemarkt ist die aktuelle Stimmung, bedingt durch die jüngste Preiskorrektur nach unten, gedämpft. Das vorhandene Angebot wird vollständig aufgenommen, während die Nachfrage der Verarbeitungsunternehmen nach lebenden Tieren zu Wochenanfang zurückhaltender ausfällt. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) geht daher aus Sicht vom 26.2. von einem unveränderten Preis aus.

Aktualisiert am: 27.02.2013 07:43
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