Österreichische Landwirte heizen mit Biomasse

Während österreichweit nur 19% aller Wohnungen mit Biomasse beheizt werden, erweisen sich Österreichs Landwirte in Sachen umweltverträgliches Heizen als echte Vorbilder: 91% heizen bereits mit nachwachsenden Rohstoffen.
91 % der österreichischen Landwirte heizen mit Biomasse.
91 % der österreichischen Landwirte heizen mit Biomasse.
Österreichische Bauern leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes KeyQUEST. Besonders Hackschnitzelheizungen haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Mittlerweile heizen 30% der Bauern in Österreich mit Hackschnitzel. Mit 58% vertraut der Großteil der Landwirte allerdings nach wie vor auf klassische Stückgutheizungen. Weitere 3 % entfallen auf Holz-Pellets, andere Heizungsarten spielen im landwirtschaftlichen Bereich eine untergeordnete Rolle wie z. B. Heizöl mit 5 %, Fernwärme mit 1 %.

Oberösterreich an der Spitze

Im regionalen Vergleich fällt auf, dass vor allem Oberösterreichs Landwirte in Sachen Hackschnitzelheizung eine Vorreiterrolle einnehmen. Fast jeder zweite Bauernhof in Oberösterreich (48%) wurde im Winter 2008/2009 mit Hackschnitzel beheizt. In den anderen Bundesländern liegt dieser Wert deutlich niedriger. Vor allem in den westlichen und südlichen Bundesländern werden mehr als 70% der Bauernhöfe mit Stückgutanlagen beheizt und nur ca. 20% mit Hackschnitzel. Doch der Markt ist in Bewegung. Dies bestätigt auch KeyQUEST-Geschäftsführer Mag. Johannes Mayr: „In den nächsten 3 Jahren werden rund 30.000 Landwirte ihre Heizanlage erneuern. Der Großteil davon – nämlich 94% - wird sich für eine Biomasse-Heizung entscheiden.“ Neben der Umwelt werden davon vor allem die heimischen Hersteller von Hackschnitzel- und Stückgutheizungen profitieren. In Zeiten von Kurzarbeit eine erfrischend positive Nachricht.


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Aktualisiert am: 07.07.2009 10:38
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