Österreichische Eliteversteigerung 2010

Die Eliteversteigerung in St. Pölten spiegelte das hohe Leistungspotenzial der österreichischen Zucht wider. Die Ziele sind Wuchs, Fleisch und Stressstabilität.
Die Österreichische Eliteversteigerung zeigte das hohe Leistungspotenzial der heimischen Zucht.
Die Österreichische Eliteversteigerung zeigte das hohe Leistungspotenzial der heimischen Zucht.
Die Österreichische Eliteversteigerung am 11. Mai in St. Pölten zeigte einmal mehr, in welche Richtung die österreichische Eberzucht steuert. Moderne Spitzeneber aus Österreich zeigen hohe Eigenleistungen gepaart mit einem für stressstabile Eber guten Fleischansatz. Die Stresssanierung scheint – bis auf ein paar Ausnahmen – abgeschlossen zu sein. Alle zur Eliteversteigerung angebotenen Pietrain-Eber waren rein- oder mischerbig stressstabil.

Teuerster Eber
Mit 6.600 Euro ging der teuerste Eber der Versteigerung vom Zuchtbetrieb Tüchler aus Fernitz (STMK) an die Stiefingtaler Eberstation. Der Ebro-Sohn besticht durch 868g Tageszunahmen und 73,4% Muskelfleischanteil in der Vollgeschwisterprüfung. Die 6.000-Euro-Grenze sprengte auch ein Eber vom Zuchtbetrieb Topf aus Japons (NÖ). Der Wado-Sohn mit bayerischen Wurzeln (Wadal) zeigte mit 73,6 cm² Karrefläche in der Vollgeschwisterprüfung hohes Leistungspotenzial und wurde von SZB Baden-Württemberg um 6.000 Euro erworben.

Ausgewogene Zucht
Sehr zufrieden mit den züchterischen Darbietungen zeigte sich Dr. Peter Knapp, Geschäftsführer des Schweinezuchtverbands Oberösterreich. Ziel der österreichischen Zucht sei ein ausgewogenes Produkt, das sowohl Fleischigkeit als auch Wüchsigkeit steige. Es sei nicht der österreichische Weg, extreme Muttersauen mit extremen Ebern zu kreuzen. „Wenn man die hohen Mortalitätsraten bei Saugferkel und die von Tierschutzorganisatoren inszenierte Diskussion über die hohe Ferkelsterblichkeit in Dänemark sieht, fühlen wir uns bestätigt“, so Knapp.

20% Exportquote
Jährlich werden in Österreich rund 1.600 Eber verkauft. Davon gehen etwa 15 bis 20% ins Ausland, wobei derzeit Russland und Spanien die Hauptabsatzmärkte darstellen. Weiters werden pro Jahr etwa 44.000 Jungsauen von den rund 200 österreichischen Züchtern vermarktet. Besonders stolz ist Knapp auf die relativ große österreichische Pietrainzuchtpopulation. „Mit 800 Pietrain-Sauen verfügen wir nach Baden-Württemberg und Bayern über die drittgrößte Population in Europa.“

Bildbericht von der Eliteversteigerung

Bilder von der Eliteversteigerung

Weitere Informationen welche Eber von österreichischen Besamungsstationen angekauft wurden und Bild von den Eliteebern finden Sie unter folgenden Links:

Verband NÖ Schweinezüchter


Aktualisiert am: 17.05.2010 12:09
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