Österreichische Bundesforste erzielen 2012 bestes Ergebnis seit Neugründung

Deutliche Steigerung von Betriebsleistung und EBIT
Wien, 14. Mai 2013 (aiz.info). - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) konnten 2012 ihr bestes operatives Ergebnis seit der Neugründung vor 15 Jahren verzeichnen.
Die Österreichischen Bundesforste bauen auf eine breite Palette an Erwerbskombinaitionen und Dienstleisungen. Foto: Österreichische Bundesforste AG/APA-Fotoservice/Rossboth
Die Österreichischen Bundesforste bauen auf eine breite Palette an Erwerbskombinaitionen und Dienstleisungen. Foto: Österreichische Bundesforste AG/APA-Fotoservice/Rossboth
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 36 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (25,4 Mio. Euro), das EGT kam mit EUR 18,6 Mio. unter dem Vorjahreswert (20,5 Mio. Euro) zu liegen, stellt dennoch das drittbeste Ergebnis der Konzerngeschichte dar.
Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien ergänzt: "Die Basis für das Ergebnis sind ein konsequentes Kostenmanagement und laufende Prozessoptimierung. Mit entschlossener Borkenkäfer-Bekämpfung und Waldhygiene konnte der Schadholzanteil weiter gesenkt werden. Entscheidend für den Geschäftserfolg ist jedoch auch der Ausbau der nicht-forstlichen Geschäftsbereiche Immobilien, Dienstleistungen und Erneuerbare Energien, auf die bereits heute knapp 30 % der Betriebsleistung entfallen".

Kerngeschäft Forst/Holz mit gutem Ergebnis

Mit einem Anteil von 71,9% (EUR 170,3 Mio.) an der Betriebsleistung bleibt der Bereich Forst/Holz das Kerngeschäft. "Der Holzpreis befand sich 2012 auf einem stabilen Niveau, ist mittel- und langfristig betrachtet jedoch volatil ", so Vorstandssprecher Georg Erlacher, warum es hier Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bedarf. Das nachhaltige Holzernteziel wurde mit 1,5 Mio. fm plangemäß eingehalten. 2012 begannen die neu eingeführten Produktions- und Vertriebsprozesse voll zu greifen. Bei der Holzernte liegt der Fokus weiter auf einem strikten Kostenmanagement. Erstmals eingeführt wurde eine Internet-Auktionsplattform für Holz. Diese richtet sich an B2B-Kunden und bietet österreichweit einen einfachen Zugang zu einem breiten Holzsortiment, unabhängig von Standort, Kundenart oder Betriebsgröße.

Investitionen in den Wald bleiben hoch

Mehr als EUR 11 Mio. haben die ÖBf 2012 in Neupflanzungen, Jungwaldpflege sowie den Wild- und Weideschutz investiert. Aufgeforstet wurden mehr als 3 Mio. Jungbäume - verteilt auf 26 verschiedene Baumarten (großteils Fichte, Lärche, Douglasie, Tanne, Ahorn und Erle). Aufgrund der intensiven Maßnahmen in den Vorjahren konnten die Aufwendungen für die Borkenkäferbekämpfung von EUR 4,4 Mio. (2011) auf EUR 2,7 Mio. reduziert werden. Der Schadholzanteil bewegt sich mit 34% (2011: 49%) erstmals wieder auf dem Niveau wie vor zehn Jahren.

Immobilien und Dienstleistungen auf Wachstumskurs

Weiter auf Erfolgskurs liegt der Geschäftsbereich Immobilien, der 2012 mit einer 7%igen Steigerung eine Betriebsleistung von über EUR 38 Mio. erwirtschaftete.
Waldbewirtschaftung für Dritte, forstliche Gutachten und Planung bis hin zur Baumpflege und -service wurden im Vorjahr verstärkt nachgefragt. Die Bundesforste bewirtschafteten 2012 mehr als 13.000 ha Wald für Dritte, österreichweit wurden rund 500 Projekte umgesetzt - davon 25 Großprojekte im Tourismus. Vor allem im kommunalen Bereich stieg die Nachfrage im Geschäftsfeld Baumpflege. Der Zuwachs der Betriebsleistung in diesem Sektor betrug 30%.

Erneuerbare Energie im Aufbau

Mit erneuerbaren Energien, dem jüngsten Geschäftsfeld, setzten die ÖBf 2012 insgesamt EUR 1,3 Mio. um. Vier Kleinwasserkraftwerke sind derzeit in Betrieb, zwei weitere sollen heuer folgen, auch "einige " Windenergieprojekte sind in Planung.

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Aktualisiert am: 15.05.2013 14:52
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