Österreich und Tschechien koordinieren Borkenkäferbekämpfung

Umweltminister Niki Berlakovich hatmit seinem tschechischen Amtskollegen Ladislav Miko ein Abkommen zwischen Österreich und Tschechien zur grenzüberschreitenden Bekämpfung des Borkenkäfers unterzeichnet.
Österreich und Tschechien wollen in der Borkenkäferbekämpfung zukünftig gemeinsam vorgehen.
Österreich und Tschechien wollen in der Borkenkäferbekämpfung zukünftig gemeinsam vorgehen.
Windwürfe haben ab dem Jahr 2000 im Nationalpark Sumava in Tschechien zu schweren Schäden geführt. Unter anderem kam es zu einem verstärkten Auftreten des Borkenkäfers - auch im österreichischen Mühlviertel. Jahrelange Diskussionen in dieser Angelegenheit konnten heute abgeschlossen werden. "Der Borkenkäfer ist eine Gefährdung für unsere Wälder und kennt keine geografischen Grenzen. Mit dem vorliegenden Abkommen bestätigen wir, dass wir künftig in dieser Sache gemeinsam vorgehen werden, um anstehende Probleme in den Griff zu bekommen", so Berlakovich nach der Unterzeichnung.

Inhalte des Abkommens
Das Ressortabkommen beinhaltet unter anderem Gebietsausscheidungen, die Art der Umsetzung und deren Kontrolle. Die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen sowie die Kontrolle werden von einem bilateralen Komitee bewerkstelligt, das seine Entscheidungen einstimmig trifft. "Das soll hohe Transparenz und gegenseitiges Vertrauen gewährleisten. Die guten Verbindungen zu unseren tschechischen Nachbarn sind uns wichtig und sollen mit diesem Abkommen noch bekräftigt werden", unterstrich Berlakovich.


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Aktualisiert am: 15.10.2009 16:37
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