Österreich produziert konkurrenzfähige Ferkel

Die Entwicklung der Österreichischen Ferkelproduktion in den letzten Jahren ist geprägt von der Anpassung an neue Marktanforderungen sowie der Behauptung gegenüber einer stärker werdenden Konkurrenz aus den EU-Mitgliedsstaaten.



Ferkel mit hohem Gesundheitsstatus stellen hohe hygienische Bedingungen an die Mast.
Ferkel mit hohem Gesundheitsstatus stellen hohe hygienische Bedingungen an die Mast.
In Österreich werden ungefähr 1,9 Millionen Ferkel produziert, die zum Großteil in Österreich vermarktet werden. Waren wir bisher in Bezug auf Lieferungen aus dem Ausland eine „Insel der Seligen“, so werden wir in Zukunft verstärkt dem Vermarktungsdruck anderer Länder ausgesetzt sein. Die Ursachen sind vielschichtig und vor allem in der Umorientierung von Warenströmen zu suchen. Mit der letzten Erweiterungsrunde sind Länder zur EU gekommen, die nach Ferkeln ein starkes Nachfrageverhalten zeigen. So ist zum Beispiel in Ungarn die Zahl der Ferkel produzierenden Betriebe seit dem Umbruch im damaligen Ostblock massiv zurückgegangen. Andererseits sind aber Flächen für Getreide- und Maisproduktion in großem Ausmaß vorhanden. Die derzeitige Lage am Futtermittelmarkt zwingt die Betriebe geradezu über die Veredelung eine höhere Wertschöpfung zu erreichen. Daher werden in großem Ausmaß Ferkel aus Deutschland, Holland und Dänemark importiert.

Es sollte selbstverständlich sein, laufend an Tiergesundheit und der Steigerung der Produktionsleistungen zu arbeiten. Nur sollte eine solche Vorgehensweise den jeweiligen Markterfordernissen angepasst werden. Die bäuerlichen österreichischen Organisationen sind sich dieser Verantwortung sehr wohl bewusst und meinen daher mit Recht im sich ändernden Markt bestehen zu können.

Autor: Hans Peter BÄCK, Styriabrid, St. Veit


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Aktualisiert am: 25.10.2005 13:36

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