Österreich hat hohen Selbstversorgungsgrad bei Tierprodukten

Die heimische Landwirtschaft erzielt nach wie vor einen hohen Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln aus tierischer Produktion. Das ist das wichtigste Ergebnis der Versorgungsbilanzen der Statistik Austria für das Kalenderjahr 2008, wobei sowohl Aufkommen als auch Verwendung ermittelt worden sind.
Der Selbstversorgungsgrad von Käse liegt bei 102 %. Bei Konsummilch sind es sogar 152 %.
Der Selbstversorgungsgrad von Käse liegt bei 102 %. Bei Konsummilch sind es sogar 152 %.
Der Pro-Kopf-Verbrauch betrug bei Fleisch insgesamt 98,4 kg (2007: 100,2 kg). Der Löwenanteil entfiel dabei mit 56,4 kg (58 kg) auf Schweinefleisch, danach folgte Geflügelfleisch mit 19,3 kg (19,8 kg) sowie Rind- und Kalbfleisch mit 18,4 kg (18,2 kg). Auf Wild, Lamm, Innereien und Ähnliches entfielen 4,3 kg (4,2 kg). Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fischen betrug 7,8 kg (8,3 kg), Eier wurden 239 Stück (236 Stück) konsumiert. Auf jeden Einwohner entfielen zudem 4,9 kg (5 kg) Butter, 19,4 kg (19 kg) Käse und 92,2 kg (90,9 kg) Trinkmilch. Der Verbrauch der letzten beiden Milchprodukte ist von 2007 auf 2008 somit gestiegen.

Der Grad der Selbstversorgung bei Konsummilch lag bei 152%, von Rind- und Kalbfleisch bei 145%, von Schweinefleisch bei 103% und von Käse - einschließlich Schmelzkäse - bei 102%. Bei Butter und Eiern (jeweils 77%), bei Lammfleisch (78%) und bei Geflügelfleisch (75%) konnte die Bedarfsdeckung aus heimischer Produktion nicht zur Gänze erfolgen. Hier wurden zur Gewährleistung der Inlandsversorgung die fehlenden Mengen - zu 98% aus Mitgliedstaaten der EU - importiert.

Österreichische Produkte auch im Ausland beliebt
Die tierischen Produkte aus heimischer Landwirtschaft erfreuten sich laut Statistik Austria wiederum auch im Ausland großer Beliebtheit: So wurden 460.000 t Fleisch, 299.200 t Trinkmilch, 150.000 t Joghurt und 88.100 t Käse exportiert.

Verglichen mit dem Kalenderjahr 2007 entwickelte sich das Agraraußenhandelsvolumen von EUR 16 Mrd. auf EUR 16,5 Mrd. Im Rahmen dessen stieg der Importwert von EUR 8,2 Mrd. auf EUR 8,5 Mrd. und der Exportwert von EUR 7,8 Mrd. auf EUR 8 Mrd. Dies entsprach einem Anteil von 7% am gesamten Außenhandelsvolumen (EUR 237,1 Mrd.). Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 84% bei den Importen und mit einem Anteil von 78% bei den Exporten. (AIZ)


Aktualisiert am: 31.08.2009 11:21
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