Ökostromproduktion Österreich:

Nach einem weniger investitionsstarken Jahr 2011 gehen nun wieder mehr Ökostromanlagen ans Netz.
Niedrigere Anschaffungskosten machen Photovoltaikanlagen immer beliebter.
Niedrigere Anschaffungskosten machen Photovoltaikanlagen immer beliebter.
Entgegen dem langjährigen Aufwärtstrend war der Anteil des geförderten Ökostroms (ohne nicht-geförderten Ökostrom wie Großwasserkraft) an der Abgabe an Endverbraucher aus dem öffentlichen Netz von 10,7 im Jahr 2010 auf 9,3 % im Jahr 2011 zurückgegangen. Die Gründe dafür waren vielschichtig und vor allem witterungsbedingt: ein schlechtes Wasserjahr, unterdurchschnittlicher Windertrag, das Verlassen des Förderregimes einiger Kleinwasserkraftanlagen und Turbulenzen der rohstoffabhängigen Technologien. Dazu ist der Stromverbrauch gestiegen. Hingegen ist die Menge des geförderten Ökostroms in den ersten sechs Monaten 2012 wieder deutlich auf 10,6 % gestiegen. Dies ist neben besseren Witterungsbedingungen für Ökostrom vor allem auf den Bau zahlreicher neuer Anlagen im Bereich Wind und Photovoltaik (PV) zurückzuführen. Allein im ersten Halbjahr 2012 wurden 29 Windkraftanlagen und 1.587 Photovoltaikanlagen zusätzlich in Betrieb genommen.


Solarstrom wird mehr

Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie hat 2011 aufgrund der Tarifförderung und des Abbaus der langen Warteliste durch das neue Ökostromgesetz deutlich zugenommen. Insgesamt lieferten die Photovoltaikanlagen mit 39 Gigawattstunden Strom um 50 % mehr Strom als im Jahr zuvor (2010: 26 GWh). Das Vergütungsvolumen lag 2011 bei 19,3 Mio. Euro. Sowohl Einspeisetarife als auch Investitionsförderungen haben sich in der Vergangenheit als Anreiz bewährt. Aufgrund der deutlich gesunkenen Anschaffungskosten für PV-Anlagen sind die Einspeisetarife zuletzt reduziert worden.
Insgesamt leistet der geförderte Solarstrom eine Anteil von 0,07 % zur Stromerzeugung in Österreich.

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Aktualisiert am: 27.12.2012 18:48
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