ÖAG: Almrevitalisierung in der Praxis

In der Sonderbeilage sollen vor allem die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung bei der Wiederherstellung verbuschter oder verwaldeter Almweiden näher erläutert werden. Dabei werden die wesentlichen Maßnahmen beschrieben und mit Beispielen aus der Praxis veranschaulicht. Darüber hinaus werden die relevanten gesetzlichen Bestimmungen kurz angeführt.
Bewirtschaftete Almen erfüllen auch zahlreiche überbetriebliche Funktionen.
Bewirtschaftete Almen erfüllen auch zahlreiche überbetriebliche Funktionen.
Wie zahlreiche Studien zeigen, gehen mit der Nutzungsaufgabe von Almen nicht nur wertvolle Futterflächen verloren. Unter dem Verlust von Almweiden leiden auch die biologische Vielfalt, das Landschaftsbild, der Erosionsschutz und nicht zuletzt auch Leben und Kultur im ländlichen Raum. Deshalb liefert eine fach- und standortgerechte Almrevitalisierung auch wesentliche Beiträge zur Erhaltung der genannten Funktionen.
Die wichtigsten Maßnahmen zur Wiederherstellung von Almweiden sind Entfernen von Bäumen, Schwenden von Krummholz (Grünerlen, Latschen) und Schlägeln oder Mähen von Zwergsträuchern (Wacholder, Alpenrose). Auch das Bekämpfen von dominanten Weideunkräutern (Almampfer, Weißer Germer, Adlerfarn etc.) stellt auf vielen Almen eine notwendige almwirtschaftliche Maßnahme dar.

Almrevitalisierungsmaßnahmen können nach mehreren Gesetzen bewilligungspflichtig sein. Ob Bewilligungspflichten bestehen, muss rechtzeitig geklärt werden. Bei Bedarf müssen Almrevitalisierungen den entsprechenden Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden.

Weitere interessante Details erfahren Sie in der Ausgabe 20/2010 des fortschrittlichen Landwirts.

Autoren: DI Norbert KERSCHBAUMER und Dr. Susanne AIGNER


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Aktualisiert am: 08.10.2010 11:30
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