Ochsenmast und Kalbinnenmast am Grünlandbetrieb

Die Mast von Tieren aus der Mutterkuhhaltung ist weit verbreitet. Damit es bei den Einstellern durch die Umstellung zu keinen Leistungseinbrüchen kommt, soll in dieser Phase Kraftfutter zugefüttert werden.
Mastkalbinnen, die in Qualitätsprogrammen früh zur Schlachtung kommen sollen, benötigen durchgehend eine hohe Grundfutterqualität und Ergänzungskraftfutter.
Mastkalbinnen, die in Qualitätsprogrammen früh zur Schlachtung kommen sollen, benötigen durchgehend eine hohe Grundfutterqualität und Ergänzungskraftfutter.
In der Ochsen- und Kalbinnenmast ist eine zügige Jugendentwicklung notwendig. Bei der Mast ab Kalb ist bereits die Kälberaufzuchtsphase von großer Bedeutung. Die Kälber müssen sich ohne große Wachstumseinbrüche rasch zum Wiederkäuer entwickeln. Dazu ist die tägliche Milchtränkemenge mit etwa 6-8 l pro Tag zu begrenzen. Die Ausmast von Tieren aus der Mutterkuhhaltung ist weit verbreitet. Um bei der Umstellung Leistungseinbrüche zu vermeiden, kann im ersten Monat nach dem Zukauf (=Absetzen) eine Ergänzung des besten Grundfutters mit 1-2 kg Kraftfutter empfohlen werden. Nach der Übergangsfütterung kann bei gut entwickelten Einstellern auch eine extensivere Fütterung (Almochsen etc.) ohne Kraftfutter bis etwa 3 Monate vor dem Verkaufstermin (=Beginn der Endausmast) erfolgen. Wie viel bzw. ob in der Endmast Kraftfutter erforderlich ist, hängt von der Körperkondition der Tiere ab. Wenn Kalbinnen in Qualitätsprogrammen früh zur Schlachtung kommen sollen, benötigen sie durchgehend eine hohe Grundfutterqualität und ein Ergänzungskraftfutter.

Altkühe ausmästen
Altkühe, die keine gesundheitlichen Probleme haben, sollten bei ausreichendem Platz- und Futterangebot am Betrieb nicht ohne gezielte Ausmast zur Schlachtung kommen. In einer 2-3 monatigen Ausmast werden die trocken gestellten und nicht trächtigen Kühe entsprechend einer theoretischen Milchleistung von 15-18 l gemästet. Die täglich notwendige (1-3 kg) Kraftfutterergänzung hängt vom Energiegehalt des Grundfutters ab. Nur bei hochwertigem Weidefutter (Kurzrasenweide bzw. Koppelweide) kann auf Kraftfutter verzichtet werden.

Neuerscheinung Buch Qualitätsrindermast
Viele weitere wertvolle Praxistipps finden Sie im Buch Qualitätsrindermast im Grünland von PD Dr. Andreas Steinwidder. Diese neu überarbeitete und in erweiterter Auflage ist im Leopold Stocker Verlag erschienen. Es werden alle wesentlichen Praxisfragen zur Fütterung von Mutterkühen, Jungrindern, Ochsen, Kalbinnen, Kälbern, Aufzuchtkalbinnen, Altkühen und Zuchtstieren behandelt sowie viele Tipps zur Futterauswahl gegeben. Darüber hinaus werden Haltungsanforderungen beschrieben und Möglichkeiten zur Vorbeuge von Erkrankungen aufgezeigt. Der Autor behandelt aber auch die wesentlichsten Faktoren, die die Fleischqualität und Wirtschaftlichkeit beeinflussen.

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Aktualisiert am: 27.09.2012 15:58
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