Oberösterreich: Mehr Holz aus Bauernwald mobilisiert

In Oberösterreich gehört die Hälfte der Wälder Kleinwaldbesitzern. 2,9 fm Holz wurden letztes Jahr genutzt. Davon stammten 2/3 aus dem Bauernwald.
1,2 Mio. efm Holz (62 % der Menge) werden dort vor allem mit Schlepper und Seilwinde zur Straße bzw. zum Lagerplatz gebracht.
1,2 Mio. efm Holz (62 % der Menge) werden dort vor allem mit Schlepper und Seilwinde zur Straße bzw. zum Lagerplatz gebracht.
Mit zwei Drittel (1,86 Mio. efm) des insgesamt genutzten Holzes kam im vergangenen Jahr wieder der größte Beitrag zur Versorgung der heimischen Marktpartner von den Waldbauern. Die Forstbetriebe mit einem Fünftel der Waldfläche lieferten mit 625.000 efm annähernd die gleiche Menge wie im Vorjahr, die Österreichische Bundesforste AG blieb 9 % unter ihrem Ergebnis 2011 zurück.

Steigerung der Holzmenge

Seit 2002 konnte in Oberösterreich insgesamt eine erhebliche Steigerung der eingeschlagenen Holzmenge von 22 % erreicht werden. Die oberösterreichische Gesamtmenge ist 2012 um 3 % leicht unter die von 2011 gesunken, spiegelt aber genau den österreichweiten Trend wider. Vom Einschlag entfiel die Hälfte auf Sägeholz (1,4 Mio. efm), 15 % auf Industrieholz und ein Drittel (1,0 Mio. Erntefm) auf Holz für die energetische Nutzung.
Beim Verbrauch im Energiebereich war eine Mehrmenge von 120.000 efm zu verzeichnen, 210.000 efm Holz weniger wurden an die Säge-, Papier-, Platten und Faserindustrie geliefert. Die Waldbesitzer haben im Nadelholzbereich 215.000 efm weniger geschlägert, konnten jedoch die Menge bei Laubholz um ein Viertel steigern.

Schadholz rückläufig

Deutlich und positiv fiel der Rückgang der Schadholzmengen in Oberösterreichs Wäldern aus: 160.000 Fm oder täglich 20 LKW-Züge weniger von Sturm, Schnee oder Borkenkäfer geschädigtem Holz waren 2012 zu verzeichnen.
Im Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt zeigt sich, dass der Schadholzanfall im Jahr 2012 (429.000 efm) um 68 % unter dem Zehn-Jahresschnitt von 1,37 Mio. efm lag.
In die Pflege der Wälder wird enorm investiert: 35 % des Holzeinschlages kommen bereits aus Vornutzungen, also Maßnahmen die die Stabilität, Vitalität und Qualität des Waldbestandes fördern.

Bauernwald: Motorsäge und Seilwinde

Ein Drittel der Nutzungsmenge im Großwald wird mit dem Harvester geerntet, mit 21 % liegt auch die ÖBf AG deutlich vor dem Kleinwald (13 %). Im Bauernwald ist die maschinelle Holzernte zugunsten der motormanuellen Fällung um 100.000 efm zurückgegangen. 1,2 Mio. efm Holz (62 % der Menge) werden dort vor allem mit Schlepper und Seilwinde zur Straße bzw. zum Lagerplatz gebracht.

Stabile Marktbedingungen

„Die Forstwirtschaft rechnet in diesem Jahr mit einem ähnlich hohen Holzaufkommen wie 2012. „Die einzelbetriebliche Entscheidung, ob und wann eine Nutzung notwendig ist, trifft der einzelne Waldbesitzer auch in Zukunft individuell. Für geplante Nutzungen bieten sich dem einzelnen jetzt gute Marktbedingungen“, so Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker.

Einschlag in OÖ

Besitzkategorie Einschlag 2012 (Diff. zu 11)
Kleinwald 1.860.100 Efm (-2 %)
Großwald 625.300 Efm (-1 %)
ÖBf AG 397.700 Efm (-9 %)
Summe 2.883.100 Efm (-3 %)

Quelle:LK OÖ

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Aktualisiert am: 22.05.2013 10:05
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