Nützliche Tipps gegen lästige Fliegen

Jedes Jahr das Gleiche: Die Fliegenplage im Sommer ist eine Qual für Mensch und Tier. Stallfliegen sind nicht nur lästig, sie stellen auch ein bedeutendes hygienisches Problem dar und verbreiten Krankheiten - höchste Zeit die Schädlinge nachhaltig und schlagkräftig zu bekämpfen.
Eine chemische Bekämpfung eignet sich für die gesamte „Fliegensaison“, ist aber in früheren Stadien weniger aufwändig und meist auch effektiver.
Eine chemische Bekämpfung eignet sich für die gesamte „Fliegensaison“, ist aber in früheren Stadien weniger aufwändig und meist auch effektiver.
Fliegen sind für die Stallhygiene problematisch. Mit ihren leckend-saugenden Mundwerkzeugen nehmen sie Nahrung auf und verbreiten Keime aus Kot, Wundsekreten und Speichel. Die Insekten übertragen bis zu 60 verschiedene Krankheiten im Rinder- und Schweinebereich. Zu nennen sind PRRS-Viren, Dysenterieerreger, Eiterbakterien und viele mehr. Massenhafte Stallfliegen verursachen bei den Tieren permanenten Stress, was zu einer verminderten Futteraufnahme führen kann und damit zu einer beeinträchtigten Leistung. Verschmutzte Lampen und Gegenstände sind nur eine beiläufige Form der Belästigung. Um der Plage im Sommer zu entkommen ist es wichtig, schon vorher mit den Bekämpfungsschritten zu beginnen!

Stallhygiene
Bei der Einstreu sollte man darauf achten, dass sie möglichst trocken und gut verdichtet ist, damit die Larven nicht überleben können. Es ist zu beachten, dass in der Einstreu die meisten räuberischen Milben und Insekten leben, die einen großen Teil der Fliegenlarven fressen. Mistplätze, die nicht unbedingt notwendig sind, sollten jedenfalls vermieden werden. Nachdem Fliegen mit Zugluft nicht gut zurechtkommen, ist ein stickiger, enger und schlecht durchlüfteter Stall ideal für Stallfliegen. Zur effektiven Fliegenbekämpfung bieten sich mittlerweile viele moderne Produkte an.

Fazit
Mit der Fliegenbekämpfung soll man möglich früh beginnen, da das Vermehrungspotenzial riesig ist. Die meisten Fliegen entstehen direkt am Hof, wodurch man einfliegenden Stallfliegen kaum fürchten muss. Einfache Maßnahmen wie mehr Hygiene können schon viel ausmachen. Langfristige, biologische Lösungen wie Schlupfwespen und Güllefliegen sind sicher ein Versuch wert, um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen. Chemische Hilfe kann ebenfalls als langfristige Lösung dienen. Der finanzielle und zeitliche Aufwand sollte sich durch weniger Krankheiten im Stall und stressfreiere Tiere bezahlt machen.


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Aktualisiert am: 07.05.2009 09:59
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